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Urner Wolfsgegner wollen
leuchtende Zeichen setzen

Am kommenden Samstag werden an mehreren Orten im Urnerland Scheinwerfer gegen die unkontrollierte Ausbreitung von Grossraubtieren leuchten. Damit wollen Schafhalter die politischen Entscheidungsträger zur Umkehr bewegen.
Paul Gwerder
Vielerorts werden am Samstag Mahnfeuer gegen den Wolf entfacht. (Bild: PD)

Vielerorts werden am Samstag Mahnfeuer gegen den Wolf entfacht. (Bild: PD)

Für viele Schäfer in mehreren Alpenländern werden Wölfe zu einer ernsten Bedrohung für den Fortbestand der artgerechten Weidetierhaltung. Deshalb fordern die Tierhalter von der Politik, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Was Artenschützer meist mit Freude sehen, treibt Weidetierhalter auf die Barrikaden: «Seit der Rückkehr der Wölfe und deren unkontrollierter Vermehrung kommt es zu immer gravierenderen Schäden an den Weidetieren», schreibt zum Beispiel der Förderverein der Deutschen Schafhaltung in einer Pressemitteilung. «Inzwischen bangen die Weidetierhalter gar um ihre Existenz.»

Auch im Südtirol sind Bauern und Weidetierhalter wegen der Risse durch Wölfe, aber auch durch Bären in grosser Sorge. «Eine verstärkte Präsenz der Grossraubtiere ist für die Viehbauern nicht mit der traditionellen Almbeweidung vereinbar und gefährdet die Bewirtschaftung und damit den Fortbestand der Almen», schreibt Oswald Schwarz, Vertreter der Südtiroler Bauern.

Scheinwerfer statt Mahnfeuer

Am Samstagabend, 15. September, wollen Schäfer und Schafhalter in ganz Europa Tausende Mahnfeuer gegen den Wolf entzünden und darauf aufmerksam machen, dass «unsere wirtschaftliche Zukunft durch Grossraubtiere gefährdet ist». Die Vereinigung zum Schutz von Jagd- und Nutztieren vor Grossraubtieren in der Zentralschweiz (VSvGZ) unterstützt diese Aktion. Weil im Kanton Uri Mahnfeuer nicht erlaubt sind, werden einige Schafzüchter das Feuer durch Scheinwerfer ersetzen. Dies wird im Hoferli oberhalb von Erstfeld, beim Rinderstöckli im Oberberg in Isenthal sowie beim Wasserschloss in Bristen oberhalb des Kraftwerkes Amsteg der Fall sein.

«Artgerechte Weidetierhaltung bedroht»

«Wenn am Samstag in ganz Europa Mahnfeuer gegen Grossraubtiere, insbesondere den Wolf, entzündet werden, dann wollen wir vor allem eins: die politischen Entscheidungsträger zur Umkehr bewegen», sagt Felix Jauch, der seine Schafe im Oberberg in Isenthal sömmert. «Denn vielerorts in Europa nehmen die Wolfsschäden ein dermassen dramatisches Ausmass an, dass viele Nutztierhalter sich in ihrer Existenz bedroht sehen», betont Jauch. «Die artgerechte Weidetierhaltung ist ernsthaft bedroht, wenn der nichtregulierten Grossraubtieransiedlung nicht sofort Einhalt geboten wird.» Weil Herdenschutzmassnahmen in den Schweizer Alpen weder funktionierten noch in der klein strukturierten Schafhaltung umsetzbar seien, würden viele Bauern wegen der Grossraubtiere über kurz oder lang auf die Alpung der Tiere verzichten müssen.

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