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Urner zeigt das ABC des Trickfilms

Adrian Flückiger ist nicht nur ein leidenschaftlicher Trickfilmer. Er gibt sein Wissen auch gern weiter – so wie demnächst in einem Kurs im Haus für Kunst Uri. Zudem ist er auf der Suche nach einer TV-Station für seine Trickfilmserie.
Markus Zwyssig
In einem Trickfilm ist sehr vieles möglich: Die Karotte kann sich sogar in ein Kaninchen fressendes Monster verwandeln. (Bild: Adrian Flückiger)

In einem Trickfilm ist sehr vieles möglich: Die Karotte kann sich sogar in ein Kaninchen fressendes Monster verwandeln. (Bild: Adrian Flückiger)

Einen Trickfilm zu machen ist keine Hexerei mehr. «Es gibt mehrere Apps, mit denen man mit dem Handy oder mit einem iPad relativ einfach zum Ziel kommt», sagt Adrian Flückiger.

Er muss es wissen. Flückiger ist seit 2008 Trickfilmer. Er hat an der Hochschule Luzern – Design & Kunst mit dem Master of Arts abgeschlossen. Verschiedene Preise und viel Lob hat er für seine Trickfilme «What’s next?» und «Signalis» erhalten. Neben eigenen Filmen hat Flückiger verschiedene Auftragsarbeiten ausgeführt und war an diversen Kulturprojekten beteiligt.

Wie man Figuren aus Plastilin zum Leben erweckt

Sein Wissen gibt der 36-jährige Urner gerne weiter, demnächst auch in Altdorf. Am Donnerstag, 16. August, findet im Haus für Kunst Uri ein Workshop für Jugendliche (ab der Oberstufe) statt. Dabei zeigt Flückiger, wie man Figuren aus Plastilin zum Leben erwecken und damit seinen eigenen Trickfilm erstellen kann. Beim Kurs können maximal 14 Jugendliche mitmachen. «Wir haben sieben iPads», sagt Flückiger. «Die Jugendlichen arbeiten in Zweiergruppen.» Flückiger zeigt Jugendlichen, wie man in einem Tag, ohne Vorkenntnisse, einen kurzen Trickfilm machen kann. «Wer nicht gerade zwei linke Hände hat, schafft in einem Tag einen knapp einminütigen Film», sagt Flückiger.

Neben Plastilin braucht es allenfalls noch ein bisschen Papier für den Hintegrund und die Requisiten im Film. Bevor man mit der eigentlichen Arbeit beginne, müsse man sich eine einfache Geschichte ausdenken. «Dann muss man eine gute Lösung finden, wie man diese in einer kurzen Sequenz erzählen kann», erklärt Flückiger.

Bei Trickfilmen nimmt vielfach Vertrautes eine ungewohnte Wendung. Flückiger erzählt die Geschichte vom Hasen und der Karotte. Alle meinen, der Hase fresse die Karotte. Im Trickfilm verwandelt sich nun aber die Karotte in ein Monster, das den Hasen frisst. Und schon hat man eine Geschichte für einen Trickfilm. Diese lässt sich erst noch in ein paar Sekunden erzählen.

Für eine Sekunde Film braucht es zwölf Bilder

Um einen Trickfilm zu machen, braucht es nicht wahnsinnig viel Equipment. Ein Mobiltelefon und eine App für Trickfilme sind ein guter Ausgangspunkt. Für 1 Sekunde Film benötigt man zwölf Bilder. «Wichtig ist, dass man die Kamera fixieren kann, sonst ruckelt der Film», erklärt Flückiger. Auch der Trickfilmer arbeitet nicht viel anders. Er braucht ein Laptop und eine Spiegelreflexkamera. Zudem benötigt er Lampen, damit die Figuren im richtigen Licht erscheinen. Dann vertraut er auf seine ruhigen Hände und vor allem auf seine Geschichte. «Auch heute werden immer wieder Kino-Filme im Stop-Motion-Verfahren gemacht», sagt er. Ein längerer Film wird aber aufwendiger. «Es braucht viel mehr Requisiten. Zudem kommen auch mehr Figuren vor.»

Flückiger ist Dozent an der Hochschule für Gestaltung & Kunst in Luzern (HSLU). Er hat schon mehrere Workshops geleitet. «Es macht Spass, mit Kindern zu arbeiten», sagt Flückiger. Insbesondere in Winterthur war er im Bereich der Kunstvermittlung tätig. Gearbeitet hat er aber vor allem mit Schulklassen.

Flückiger selber arbeitet nach wie vor an einer TV-Serie. Seine Murmeltiere oder eben «Mungge» heissen inzwischen Marmots. Das klingt internationaler. Beim Cartoon-Forum in Toulouse in Frankreich will er die Serie TV-Anbietern vorstellen. Er hofft, für die Finanzierung einen Co-Produzenten zu finden. Das Cartoon-Forum findet einmal pro Jahr statt. Flückliger wurde ausgewählt, das Konzept seiner Serie dort zu präsentieren.

Jugendliche, die sich für den Kurs mit Adrian Flückiger am Donnerstag, 16. August, von 10 bis 16 Uhr im Haus für Kunst Uri interessieren, melden sich unter kunstvermittlung@kunstverein-uri.ch oder Telefon 041 361 63 57.

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