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URNERBODEN: Elias Kempf siegt auf dem Urnerboden

Der 29-Jährige Seedorfer sorgte am 36. Urnerboden-Schwinget im Sägemehl für Furore. Er besiegt im Schlussgang seinen Gegner Michael Briker.
Paul Gwerder
Elias Kempf (links) schlägt beim Urnerboden-Schwinget in einem kurzen, aber intensiven Schlussgang Michael Briker. (Bilder Paul Gwerder)

Elias Kempf (links) schlägt beim Urnerboden-Schwinget in einem kurzen, aber intensiven Schlussgang Michael Briker. (Bilder Paul Gwerder)

Paul Gwerder

Unter den mächtigen Jegerstöck fand gestern bei herrlichem Wetter das 36. Urnerboden-Schwinget statt. Dieses wurde auf drei Sägemehlringen ausgetragen, und es kämpften 130 Schwinger, davon 36 Kranzer, um den Siegespreis, das Rind Edelweiss. Unter den rund 950 gut gelaunten Zuschauerinnen und Zuschauern war auch der Urner Regierungsrat Roger Nager. Er ist in zwei Wochen selber OK-Präsident und zwar beim Innerschweizerischen Nachwuchs-Schwingertag in Andermatt.

Das erste Schwingfest auf dem Urnerboden fand im Jahr 1965 statt, es siegte Adi Zurfluh aus Attinghausen. Das Schwingfest auf dem Urnerboden findet alternierend mit dem Haldiberg-Schwingfest statt.

Hahnenkammsieger als Zuschauer

Als Zuschauer mit dabei war auf dem Urnerboden der 81-jährige ehemalige Hahnenkammsieger, Willi Forrer aus Wildhaus im Toggenburg. Im Jahr 1962 schlug er die gesamte Weltelite auf der Hahnenkammabfahrt «Streiff» in Kitzbühl. Heute lebt der vitale Pensionär in Klosters und widmet sich seiner grossen Leidenschaft, der Brauchtumsmalerei. «Ich war noch nie am UrnerbodenSchwinget. Aber ich stelle fest, dass dies neben der Schwägalp das zweitschönste Bergfest ist», sagt Forrer.

Imposanter Gabentempel

Neben Rind Edelweiss, das von der Firma Fenster Nauer AG gespendet wurde, hatte Gabenchef Martin Huser einen imposanten und reichhaltigen Gabentempel zusammengestellt. Vor allem die grossen Tryychlä sowie diverse Haushaltgeräte, Stabellen, Bikes und wertvolle Einkaufsgutscheine gab es für die Schwinger zu gewinnen. Der Gabenchef war denn auch zufrieden: «Die Sponsoren und Ehrenmitglieder zeigten sich sehr grosszügig – so ist es lässig, diesen Job als Gabenchef auszuführen.»

Erstmals war Toni Arnold als OK-Präsident im Einsatz. Er ist rundum zufrieden mit dem Fest: «Alle zeigen einen tollen Einsatz, und das Wetterglück war uns an beiden Tagen hold.» Er ist auch froh, dass die rund hundert Helfer, die ein solches Fest braucht, relativ leicht rekrutiert werden konnten.

Acht Urner gehen ins Welschland

Als versierter Speaker war der technische Leiter des Urner Kantonalen Schwingerverbandes, Valentin Gisler, im Einsatz. Er verrät im Gespräch mit unserer Zeitung die Namen der Schwinger, die am Eidgenössischen Schwingfest in Estavayer-au-Lac antreten können. «Acht Urner Schwinger wurden für diesen Saisonhöhepunkt qualifiziert: Raphael Arnold, Stefan Arnold, Michael Briker, Andi Imhof, Elias Kempf, Andy Murer, Marco Wyrsch und Markus Zurfluh.» Der technische Leiter ist sehr zufrieden, hofft aber insgeheim, dass Ersatzmann Roger Baumann ebenfalls noch eine Teilnahmemöglichkeit erhält. Auf die Urner Chancen für einen eidgenössischen Kranz angesprochen, meinte Gisler: «Ich hoffe, dass Andi Imhof seinen dritten Kranz gewinnt.» Ebenfalls einen Kranz traut er Stefan Arnold zu: «Wenn einer fähig ist, einen Bergkranz auf dem Stoos zu holen, mute ich ihm auch ein ‹Eidgenosse› zu.»

Andi Imhof verpasst den Sieg

Weder der einzige «Eidgenosse» im Feld, Andi Imhof, noch der Sieger der beiden vergangenen Austragungen, Stefan Arnold, schaffte es auf dem Urnerboden in den Schlussgang. Imhof hatte zwei Gestellte auf dem Konto und musste seine Hoffnungen auf den ersten Urnerboden-Sieg begraben. «Meine Form stimmt zwar, aber ich bin heute etwas müde und habe nicht mit voller Konsequenz angegriffen», erklärt Imhof. Jedoch für den Saisonhöhepunkt sei er bereit, versichert Imhof, der das Fest auf dem fünften Schlussrang beendete.

Elias Kempf schlägt Michi Briker

Für den Schlussgang wurden Elias Kempf (SK Attinghausen) und Michael Briker (SK Flüelen) ausgerufen. Nach einem intensiven Kampf konnte Kempf seinen Gegner nach 3? Minuten mit einem prächtigen Kurzzug ins Sägemehl betten. «Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel», erklärte Elias Kempf. «Heute ist mir alles gelungen, obwohl ich beim ersten Gang noch recht nervös war.» Er vermutet, dass ihm das kürzlich absolvierte Trainingslager mit den Ringern in Ungarn geholfen hat.

Der glückliche Festsieger mit seinen Töchtern Aline und Larissa (von links). (Bilder Paul Gwerder)

Der glückliche Festsieger mit seinen Töchtern Aline und Larissa (von links). (Bilder Paul Gwerder)

Auf dem Urnerboden wurde in drei Sägemehlringen um den Festsieg gekämpft. (Bilder Paul Gwerder)

Auf dem Urnerboden wurde in drei Sägemehlringen um den Festsieg gekämpft. (Bilder Paul Gwerder)

Ein imposanter Gabentempel mit lukrativen Preisen stand für die Schwinger bereit. (Bilder Paul Gwerder)

Ein imposanter Gabentempel mit lukrativen Preisen stand für die Schwinger bereit. (Bilder Paul Gwerder)

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