URNERSEE: Kitesurfer dürfen nur noch von einem Ort aus starten

Kitesurfer dürfen auf dem Urnersee künftig nur noch in Isleten starten oder landen. Flüelen wird als solche Zone gestrichen. Zudem werden die Sperrzeiten während des Sommers zum Schutz von Badenden ausgedehnt.

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Ein Kitesurfer hart im Wind auf dem Urnersee. (Bild: Andreas Hofer/pd)

Ein Kitesurfer hart im Wind auf dem Urnersee. (Bild: Andreas Hofer/pd)

Der Regierungsrat des Kantons Uri hat die entsprechenden Verschärfungen im neuen Reglement über die Beschränkung der Schifffahrt und des Surfersports verabschiedet. Dieses tritt am 1. Februar in Kraft, wie die Urner Staatskanzlei am Dienstag mitteilte.

Seit knapp einen Jahr gilt auf dem Urnersee ein Probebetrieb mit mehr Platz für Kitesurfer. Das Starten und Landen war seitdem in Isleten ab dem Delta des Isenthalerbachs und in Flüelen am Gruonbachstrand erlaubt.

Rückmeldungen von Kitesurfern hätten ergeben, dass der Landeplatz in Flüelen wegen ungünstiger Windverhältnisse ungeeignet sei, hält der Regierungsrat fest. Die angebrachte Signalisation sei bereits entfernt worden.

Bisher waren die Landungs- und Startorte im Sommer für Kitesurfer in den Monaten Juli und August tabu. Nun dehnt die Regierung die Sperrzeiten ab kommender Saison auf die Zeit vom 15. Juni bis zum 31. August aus.

Unfallrisiko senken

Damit solle das Konflikt- und Unfallrisiko zwischen den Kitesurfern und Badenden oder anderen Erholungssuchenden weiter reduziert werden, heisst es in der Mitteilung. Starts auf dem See und Kitesurfen im Allgemeinen sind weiter auch in dieser Zeit erlaubt.

Das Kitesurfen auf dem Urnersee ist von Februar bis November tagsüber bei klarer Sicht zwischen 8 Uhr und 21 Uhr gestattet. Tabu ist eine Uferzone bis 150 Meter auf den See hinaus - ausser für Landungen und Starts. Gegenüber Kursschiffen müssen die Sportler einen Abstand von mindestens 200 Metern einhalten.

Der Bundesrat hatte 2014 beschlossen, das generelle Kitesurf-Verbot ausserhalb bewilligter Bereiche auf Schweizer Seen aufzuheben. Damit dürfen Surfer mit Lenkdrachen ab 2016 ihren Sport künftig überall betreiben, ausser ein Kanton erlässt ein Verbot. Das Urner Kantonsparlament stellte sich im September 2015 hinter eine definitive Erweiterung der Kitesurf-Zone auf dem Urnersee. (sda)