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URNERSEE: Kitesurfer sollen definitiv mehr Platz erhalten

Kitesurfer dürfen probehalber eine grössere Fläche nutzen. Jetzt kann der Landrat entscheiden, ob diese Änderung definitiv gelten soll.
Markus Zwyssig
Hier sieht man welche Fläche die Kitesurfer künftig nutzen dürfen. (Bild: Martin Ludwig)

Hier sieht man welche Fläche die Kitesurfer künftig nutzen dürfen. (Bild: Martin Ludwig)

Markus Zwyssig

Kitesufer dürfen auf dem Urnersee seit dem 1. Februar auf einer erweiterten Fläche ihrem Sport frönen (siehe Grafik). Dies gilt aber nur probehalber bis Ende Oktober. Offenbar hat sich diese Regelung aber bereits bewährt. «Die festgelegte Zone stellt einen guten Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Interessen an der Nutzung des Sees dar», hält die Regierung in ihrem Bericht an den Landrat fest. Erste Erfahrungen hätten zudem gezeigt, dass das Kitesurfen in dieser Zone mit der Schifffahrt, der Berufsfische­rei und mit Freizeitsportlern wie Surfern vereinbar sei.

Kitesurfen schweizweit liberalisiert

Die provisorische Regelung könnte bald definitiv gelten. Der Landrat befindet nämlich am 26. August über eine Änderung der kantonalen Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Binnenschifffahrt. Die Anpassungen werden insbesondere notwendig, weil das Kitesurfen auf Bundesebene liberalisiert wird. Damit dürfen Kitesurfer ihren Sport künftig auf allen Gewässern betreiben, ausser ein Kanton erlässt ein Kitesurf-Verbot. Aufgrund der bisherigen positiven Erfahrungen soll Kitesurfen auch im Kanton Uri nicht eingeschränkt, sondern im Gegenteil auf der provisorisch erweiterten Fläche des Urnersees nun definitiv erlaubt werden.

Letztmals 2007 geändert

Die kantonale Vollziehungsverordnung soll aber noch aus anderen Gründen angepasst werden. So rufen etwa verschiedene geänderte Begriffe und Definitionen nach Anpassungen auf kantonaler Ebene. Gleichzeitig werden weitere kleinere, seit der letzten Änderung (2007) nötig gewordene Änderungen integriert.

Seit dem 1. Februar ist das Kitesurfen auf dem Urnersee südlich durch die Linie Schiltegg–Gruonbach begrenzt und nördlich vom Bereich Rütli zur gegenüberliegenden Uferseite auf urnerischem Gebiet. Weiter sollen – analog zum Surfsport – das Fahren mit Kitesurfbrettern auf dem Urner Teil des Vierwaldstättersees nur vom Februar bis November erlaubt und das Kitesurfen auf die Zeit von 8 bis 21 Uhr begrenzt werden.

In Uferzone verboten

Das Kitesurfen soll in der inneren Uferzone (0 bis 150 Meter) aus Sicherheitsüberlegungen grundsätzlich verboten sein, da die Wahrscheinlichkeit von Unfällen – beispielsweise mit Badegästen – dort höher ist. Die innere Uferzone darf nur zum Starten und Landen befahren werden. Ebenso soll aus Sicherheitsüberlegungen auf dem offenen Gewässer gegenüber Kursschiffen jederzeit ein Abstand von 200 Metern gewahrt werden.

Modellschiffe sind ausgenommen

Die Rückmeldungen im Rahmen der Vernehmlassung waren grundsätzlich positiv. Zu einzelnen Bestimmungen gab es Anregungen, die – soweit möglich – übernommen wurden. So hat man aufgrund von verschiedentlich geäusserten Bedenken auf die Aufnahme von Bestimmungen zur Ein- und Auswasserung von kleineren Schiffen (Segeljollen, Ruderboote und dergleichen) verzichtet. Ebenso wurden keine Bestimmungen über das Betreiben von Modellschiffen auf Gewässern aufgenommen.

Keine finanziellen Auswirkungen

Die Änderung der kantonalen Vollziehungsverordnung hat gemäss Bericht der Regierung weder personelle noch finanzielle Auswirkungen. Die Übernahme der Seerettung von den Gemeinden durch das Amt für Kantonspolizei führt zu keinem Mehraufwand gegenüber der heutigen Situation. Die Seepolizei hat als Teilbereich des Amts für Kantonspolizei diese Aufgabe de facto bereits heute erfüllt. Soweit es zum heutigen Zeitpunkt absehbar ist, führt auch die Kontrolle des Kitesurfverbots ausserhalb der bewilligten Zone auf dem Urnersee zu keinem personellen oder finanziellen Mehraufwand. Diese Kontrolle soll im Rahmen der polizeilichen Grundversorgung durch die Kantonspolizei erbracht werden.

Hier sieht man welche Fläche die Kitesurfer künftig nutzen dürfen. (Bild: Martin Ludwig)

Hier sieht man welche Fläche die Kitesurfer künftig nutzen dürfen. (Bild: Martin Ludwig)

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