Urschweiz
Schaf-Seuche: Wer an einem Pilotprojekt gegen die «Moderhinke» teilnimmt, erhält finanzielle Unterstützung

Das Laboratorium der Urkantone will der Klauenseuche Moderhinke den Kampf ansagen und informiert Schafhaltende über ein Pilotprojekt.

Drucken
Teilen
Die Moderhinke ist eine Klauenseuche bei Wiederkäuern.

Die Moderhinke ist eine Klauenseuche bei Wiederkäuern.

Bild: PD

Das Veterinäramt der Urschweiz will Schafhalterinnen und Schafhalter motivieren, etwas gegen die Klauenkrankheit Moderhinke in den eigenen Tierbeständen zu tun. In einer Mitteilung weist das Laboratorium der Urkantone auf ein Pilotprojekt hin, bei welchem die Tierhaltenden von Kanton und Bund finanziell unterstützt werden, wenn sie bei dieser freiwilligen «Sanierung» teilnehmen. Grund dafür seien nach der Sömmerung lahm gewordene Tiere. Die Halterinnen und Halter seien zwar bereits im März über die Aktion informiert worden, so der stellvertretende Kantonstierarzt Martin Grisiger. Ungefähr 12 Prozent aller Schafhalterinnen und Schafhalter der Urkantone hätten sich auch bereits zur Teilnahme am Pilotprojekt bereit erklärt. Trotzdem sei es wichtig, noch einmal auf die Möglichkeit hinzuweisen.

Bei einer Sanierung würden die Tierhalter zusätzlich von einer weniger aufwendigen Klauenpflege im Herbst bis Winter profitieren. Als Gegenleistung werde von den Schafhaltenden aber erwartet, dass sie die Meldungen jeweils korrekt machen, das Sanierungskonzept strikt umsetzen und dass kein Kontakt mit Tieren aus Betrieben stattfinde, welche nicht an der Sanierung teilnehmen würden.

Auch Alphirtinnen und Alphirten können daran teilnehmen

Im Falle einer Reinfektion werde erneut saniert, Ausstellungstiere und zugekaufte Tiere werden abgesondert und wenn immer möglich nach 10 bis 14 Tagen auf den Moderhinke-Erreger untersucht. Abschliessend erfolge eine die jährliche Überprüfung des Sanierungserfolges.

Das Laboratorium der Urkantone weist darauf hin, dass auch Alphirtinnen und Alphirten am Pilotprojekt teilnehmen können. Voraussetzung sei, dass sämtliche Bestösserinnen und Bestösser der Alp bis Frühjahr 2022 den Heimbetrieb freiwillig sanieren – egal ob innerhalb des Pilotprojektes oder aber mit Hilfe des Beratungs- und Gesundheitsdienstes für kleine Wiederkäuer (BGK). (mah)

Aktuelle Nachrichten