URSERN: Seniorenzentrum: Bau gesichert

Die Korporation hat den Baurechtsvertrag unterschrieben. Ausserdem heisst sie die Sanierung der Unteralpstrasse sowie Anpassung der EW-Ursern-Verordnung gut.

Merken
Drucken
Teilen
Hier entsteht das Senioren- und Gesundheitszentrum Andermatt. (Bild: Georg Simmen (Andermatt, 3. Februar 2017))

Hier entsteht das Senioren- und Gesundheitszentrum Andermatt. (Bild: Georg Simmen (Andermatt, 3. Februar 2017))

Dem Bau des neuen Seniorenzentrums inmitten von Andermatt steht nichts mehr im Wege: Der Talrat Ursern, unter der Führung von Talammann Hans ­Regli, hat an der so genannten «Kindliratssitzung» dem Baurechts­vertrag zwischen der Stiftung Betagten- und Pflegeheim Ursern und der Korporation Ursern zugestimmt.

Damit steht der Stiftung nun eine Fläche von 2340 Quadratmetern zur Verfügung, auf der sich einerseits das am 1. Dezember 2016 eröffnete Gesundheitszentrum befindet und auf der andererseits ab dem kommenden Frühling das neue Seniorenzentrum gebaut wird. Der Baurechtsvertrag wurde für eine Dauer von 50 Jahren abgeschlossen, und die Korporation Ursern erhält dafür einen jährlichen Baurechtszins von 23400 Franken.

Die Stützmauer wird saniert

Eine Stützmauer an der Unteralpstrasse im Bereich Mühlebach ist dringend sanierungsbedürftig, und die Strasse droht an dieser Stelle abzurutschen. Aus diesem Grund hat der Engere Rat dem Talrat Ursern ein Kreditbegehren von 35000 Franken vorgelegt. Nach der Zustimmung des Talrats zu diesem Kredit soll nun die Stützmauer unverzüglich nach der Schneeschmelze im Frühling saniert werden. Es sei jedoch nicht damit zu rechnen, dass die Unteralpstrasse für die Ausführung dieser Arbeiten total gesperrt werden muss, heisst es in einer Mitteilung der Korporation Ursern.

Als weiteres Geschäft behandelte der Talrat Ursern eine Anpassung der Verordnung über die Geschäftsführung des Elektrizitätswerks Ursern. Der Verwaltungsrat des EW Ursern hat eine Vorlage ausgearbeitet, durch welche diese Verordnung schlanker wird. Nur noch die absolut unentziehbaren und unübertragbaren Aufgaben des Verwaltungsrates sollen dort geregelt sein. Alle anderen Kompetenzen des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung werden neu in einem Organisationsreglement festgehalten. Der Talrat Ursern erklärte sich mit den Änderungen einverstanden, sodass nun die angepasste Verordnung der Talgemeinde am 21. Mai zur Verabschiedung vorgelegt werden soll.

Talrat empfängt hohe Gäste

Traditionell lädt der Talammann nach der ersten Sitzung zum «Kindlimahl». Der Name rührt daher, dass das Essen früher am Tag der unschuldigen Kinder, am 28. Dezember, stattfand. Neben dem gesamten Talrat waren dieses Jahr auch der Abt von Disentis, Vigeli Monn, Landratspräsidentin Frieda Steffen, Landammann Beat Jörg sowie weitere Vertreter von Kirche, Politik, Militär und Wirtschaft dabei. (red)