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URSERNTAL: Realp soll Konzessionen für Trinkwasser erhalten

An der Talgemeinde wird die Bevölkerung über Trinkwasserkonzessionen befinden. Mit Realp sollen die bestehenden Wasserabzüge von den Quellen «Gatschola» und «Waldi» geregelt werden.
Die Einwohnergemeinde Realp soll Trinkwasser ab der Quelle Gatschola nutzen. (Bild: Corinne Glanzmann/NLZ (24. Januar 2017, Realp))

Die Einwohnergemeinde Realp soll Trinkwasser ab der Quelle Gatschola nutzen. (Bild: Corinne Glanzmann/NLZ (24. Januar 2017, Realp))

Nachdem 2015 und 2016 die Wasserkonzessionsvereinbarungen zwischen der Korporation Ursern und den Gemeinden Andermatt und Hospental von der Talgemeinde gutgeheissen worden war, steht dieses Jahr der Beschluss der Wasserbezugskonzession zu Gunsten der Einwohnergemeinde Realp an. Diese soll für 40 Jahre kostenlos das Recht erhalten, Quellwasser für den Trinkwasserbezug ab der Quelle Gatschola zu nutzen und für den Notfall das Wasser ab der Quelle Waldi beziehen zu können. Der Talrat Ursern hat an seiner Sitzung vom vergangenen Freitag dieser Konzession einstimmig zugestimmt.

2015 hatte die Talgemeinde der SAC-Sektion Uto, Zürich, bereits das Recht erteilt, Trinkwasser aus dem Lochbach zu beziehen und dort ein Kleinkraftwerk zur Stromerzeugung zu betreiben. Inzwischen hat die SAC-Sektion Uto dieses ursprüngliche Projekt zurückgestellt und plant nun die Wasserversorgung ab der Quelle bei der «Grauen Wand» auf 2543 Meter über Meer, unweit der Albert-Heim-Hütte, sicherzustellen. Mittels einer Mikroturbine in der Trinkwasserleitung soll die Stromversorgung der Albert-Heim-Hütte verbessert werden. Der Talrat Ursern hat den Konzessionsvertrag beschlossen und legt diesen zur Ratifizierung der Talgemeinde vor.

Änderung der Stiftungsurkunde

Nachdem die Stiftung Betagten- und Pflegeheim Ursern nicht nur mehr ein Alters- und Pflegeheim in Andermatt betreibt, sondern seit Dezember 2016 auch die Trägerin des neuen Gesundheitszentrums Ursern, mit Arztpraxis, Physio, Kindertagesstätte und bald auch einer Zahnarztpraxis ist, hat sich eine Anpassung des Zwecks der Stiftung aufgedrängt.

Neben den Einwohnergemeinden Andermatt, Hospental und Realp gehören auch die Korporation Ursern und die Bürgergemeinde Andermatt zu den Stiftern. Die Korporation Ursern hat zwar Grund und Boden für den Bau des neuen Senioren- und Gesundheitszentrums Ursern im Baurecht zur Verfügung gestellt. Die Änderung der Stiftungsurkunde hat aber keinen Einfluss auf den bisherigen Status der Korporation bei der Stiftung Betagten- und Pflegeheim Ursern. Der Talrat hat der angepassten Urkunde und dem neugefassten Stiftungsstatut zugestimmt.

Mit der Umstellung der Buchhaltungssoftware haben die Korporation und das Elektrizitätswerk Ursern gleichzeitig auch ihre Rechnungslegungsmodelle angepasst. Neu werden beide Jahresrechnungen nach den Vorgaben und dem Kontoplan des Obligationenrechts geführt. Das EW Ursern hat gleichzeitig sämtliche Anlagen neu bewertet, da es ab 2016 einem anderen Steuerregime unterliegt und ab dann Steuern für den gesamten Gewinn und nicht wie bis anhin nur für die Produktion bezahlen muss. Das führt auch dazu, dass das ausgewiesene Jahresergebnis 2016 nur bedingt mit den Ergebnissen der Vorjahre verglichen werden kann. Neu werden sämtliche Anlagen periodisch abgeschrieben und die entsprechenden Abschreibungen in der Erfolgsrechnung aufgeführt.

Solider Abschluss bei der Korporation

Die Korporation Ursern weist nach getätigten Rückstellungen und Abschreibungen einen Gewinn von rund 1700 Franken aus, was den Erwartungen entspricht. Das Elektrizitätswerk Ursern schliesst mit einem Überschuss von rund 623000 Franken ab. Wenn das Ergebnis mit dem ­Gewinn des Vorjahres, der noch knapp 2 Millionen Franken betrug, verglichen wird, mag dies verwunderlich wirken. Allerdings ist es primär durch die neu eingeführte Abschreibungssystematik zu erklären.

Aussagekräftiger bezüglich des Geschäftsgangs ist der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit von 2,1 Millionen Franken. Beide Geschäftsberichte hat der Talrat Ursern zur Beschlussfassung durch die Talgemeinde am 21. Mai verabschiedet.

Rathausfenster sollen ersetzt werden

Die Fenster im Rathaus Ursern sind zum Teil schon sehr alt und undicht. Aus diesem Grund beabsichtigt die Korporation Ursern, diese im Sommer zu ersetzen. Hierzu werden Kosten von 120000 Franken veranschlagt. Einen entsprechenden Kredit wird der Talrat der Talgemeinde zum Beschluss vorlegen.

Ebenfalls hat der Talrat der Übertragung eines Baurechts für Alphütten und der Erweiterung eines bereits bestehenden Grenzbaurechts zugestimmt, die Weidekarte entsprechend der geänderten Verordnung angepasst sowie erleichterte Einbürgerungen vorgenommen und Feststellungsbeschlüsse gefällt. Die Talgemeinde Ursern findet dieses Jahr am 21. Mai um 13 Uhr auf dem Kirchplatz von Hospental statt. Danach sind alle zu einem Imbiss im Mehrzweckgebäude in Hospental eingeladen. (red)

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