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URSERNTAL: Rettungsdienst gibt weiterhin zu reden

Die CVP-Landrätinnen Frieda Steffen und Claudia Gisler sind mit den Antworten auf ihre Interpellationen bezüglich sogenannter Ersthelfer im Rettungsdienst nur teilweise zufrieden.
Der Rettungsdienst Uri. (Bild: Urs Hanhart)

Der Rettungsdienst Uri. (Bild: Urs Hanhart)

Wenn es ums Thema «Rettungsdienst im Urserntal» geht, ist Frieda Steffen nicht weit. Die Andermatter CVP-Landrätin lässt nicht locker: Im Oktober 2017 reichte sie eine Interpellation zum Thema ein und bezog sich dabei auf einen ähnlichen Vorstoss aus dem Jahr 2014.

Damals stellte die Regierung unter anderem in Aussicht, auf den 1. Januar 2017 eine Leistungsvereinbarung mit sogenannten First Respondern, geschulten Ersthelfern, zu unterzeichnen. Nachdem dies nicht eintraf, wollte Steffen unter anderem in Erfahrung bringen, wieso. In ihrer Antwort von Anfang Januar hielt die Regierung fest, die Verzögerung sei darauf zurückzuführen, dass die Vereinbarung zwischen der Gemeinde Andermatt und dem Kantonsspital mehr Zeit in Anspruch nahm als angenommen. Sie hielt aber auch fest, dass trotz fehlender Vereinbarung Alarmierung und Einsatz, Ausrüstung, Aus- und Weiterbildung und die Entschädigung der First Responder jederzeit gewährleistet gewesen seien. Die Zusammenarbeit zwischen dem Rettungsdienst des Kantonsspitals Uri und den drei First Respondern in Andermatt klappte bestens. Diese hätten 2017 über 40 Einsätze geleistet.

Regierungsrat hält Versprechen nicht ein

Mit dieser Antwort zeigte sich Frieda Steffen an der gestrigen Landratssession nur teilweise zufrieden. Sie bemängelte unter anderem, dass die versprochene Vereinbarung zwischen dem Kantonsspital Uri und der Gemeinde Andermatt noch immer nicht unterzeichnet sei. Überhaupt scheint das Vertrauen von Steffen in die Regierung diesbezüglich angeknackst: «Vor drei Jahren hat der Regierungsrat versprochen, dass für das Urserntal eine qualitative Verbesserung der rettungsdienstlichen Versorgung gegenüber vorher zu erreichen sei», hielt die CVP-Vertreterin am Mittwoch fest. «Leider warten wir bis heute darauf.»

Frieda Steffen gab ausserdem zu bedenken, dass die Rettungseinsätze im Urserntal zahlenmässig in Zukunft nicht weniger werden würden. An attraktiven Skitagen wie etwa über Weihnachten seien bis zu 10000 Personen im Urserntal, also mehr als im Kantonshauptort. «Die Skier-Days sollen in Zukunft zunehmen, in absehbarer Zeit wird der Gotthard-Strassentunnel saniert – und wo ist der Rettungsdienst?»

Gesundheitsdirektorin Barbara Bär musste Steffen weiter vertrösten: Die Vereinbarungen mit den First Respondern seien noch in Arbeit, würden aber voraussichtlich Ende Februar unterzeichnet werden. Bär stellte jedoch in Aussicht, Steffen in ein Begleitgremium miteinzubeziehen, das die 2019 endende Pilotphase mit zwei Rettungsstützpunkten auswerten werde.

Rettungsorganisationen sollen zusammenarbeiten

Besonders gefordert waren die Rettungsdienste im Urserntal zuletzt beim Bahnunfall vom 11. September in Andermatt, bei dem eine Lokomotive beim Rangieren in einen stehenden Zug fuhr. Mit einer Interpellation wollte Claudia Gisler (CVP, Bürglen) im Oktober vom Regierungsrat unter anderem wissen, weshalb dabei nicht auch etwa die mobile Sanitätshilfsstelle Uri (Mob San Hist) zugezogen wurde.

Mit der Antwort des Regierungsrats von Ende Dezember zeigte sich Gisler am Mittwoch ebenfalls nur teilweise zufrieden. Dass die bestens gerüstete und einsatzbereite Mob Hist San beim Bahnunfall nicht aufgeboten wurde, erachtet sie als kontraproduktiv. «Ich erwarte, dass Organisationen wie der Rettungsdienst, die Mob Hist San und die Chemiewehr sich gegenseitig unterstützen und aushelfen und nicht im Wettbewerb untereinander stehen.»

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

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