Urserntal sucht gemeinsam Ideen für die Zukunft

Für den Tourismusentwicklungsraum Urserntal 2040 wurde ein Wettbewerb gestartet. Die Empfehlungen sollen als Grundlage für die Erarbeitung eines regionalen Konzepts dienen.

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Der Blick von Realp ins Urserntal.

Der Blick von Realp ins Urserntal.

Bild: PD

(ml) Ausgelöst durch die Dynamik des touristischen Grossprojekts in Andermatt haben der Kanton Uri, die vier Gemeinden Göschenen, Andermatt, Hospental und Realp sowie die beiden Korporationen Ursern und Uri einen Ideenwettbewerb für den Tourismusentwicklungsraum Urserntal 2040 gestartet. Bis Ende Mai sollen die Ideen und die daraus formulierten Empfehlungen zur wünschbaren räumlichen Entwicklung vorliegen, wie die Justizdirektion Uri in einer Mitteilung schreibt. Die Empfehlungen sollen als Grundlage für die Erarbeitung eines regionalen Entwicklungskonzeptes 2040 dienen.

Die im Urserntal angestossene wirtschaftliche und räumliche Dynamik geht mit komplexen Aufgabenstellungen und Herausforderungen auch ausserhalb von Andermatt einher. Zur besseren Abstimmung und Bewältigung dieser Aufgaben hat die Justizdirektion Uri im Jahr 2018 eine Begleitgruppe «Raumplanerische Herausforderungen Urserntal» mit kantonalen und nationalen Fachleuten eingesetzt. In drei Workshops wurde gemeinsam mit den Gemeinden Andermatt, Göschenen, Hospental, Realp, der Korporation Ursern und der Begleitgruppe eine gemeinsame Lagebeurteilung erarbeitet. Diese umfasst für die vier Gemeinden spezifische Herausforderungen und Aufgaben. Die beteiligten Behörden kamen zum Schluss, die regionale Zusammenarbeit im Rahmen einer Ideenkonkurrenz weiterzuführen und zu vertiefen. Mit der regionalen Zusammenarbeit soll der Tourismusentwicklungsraum gestärkt und als Lebensraum attraktiver werden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Verfahren sieht keinen Gewinner vor

Für die in der Standortbestimmung definierten Herausforderungen und Aufgaben sollen nun in der Ideenkonkurrenz mit dem Titel «Regionales Entwicklungskonzept Tourismusentwicklungsraum Urserntal 2040» Vorschläge, Entwicklungsmöglichkeiten und Lösungen erarbeitet werden. Das Verfahren wird durch Bernd Scholl, emeritierter Professor für Raumentwicklung der ETH Zürich geleitet.

Kern des Verfahrens ist laut der Justizdirektion die parallele Bearbeitung der Aufgabenstellung durch drei interdisziplinär zusammengesetzte Planungsteams aus den Fachbereichen Siedlung, Verkehr und Landschaft. «Das Planungsverfahren sieht keinen Gewinner vor, sondern ist als Wettbewerb der Ideen und Lösungsansätze zu verstehen», wird betont. Ergebnis des Verfahrens sollen Ideen sein, die anschliessend als Empfehlungen den beteiligten Gemeinden, den Korporationen und dem Kanton übergeben werden.

Nach Vorliegen der Resultate der Ideenkonkurrenz sollen die besten Ideen in ein regionales Entwicklungskonzept (REK) 2040 integriert werden, welches die strategische Grundlage der vier Gemeinden für die weitere Entwicklung im Tourismusentwicklungsraum Urserntal darstellt. «So kann das Verfahren die Bevölkerung, Politik und raumbedeutsame Akteure zu weiteren Initiativen und Investitionen für die Entwicklung des Gesamtraums anregen und ermutigen», hofft die Justizdirektion.