URTEIL: Lausanne stützt Urteile der Urner Gerichte

Ein Oldtimerfan kaufte bei einer Urner Garage einen 40-jährigen Mercedes. Es war ein Unfallfahrzeug. Doch sein Geld sieht der Käufer nicht mehr.

Tzi
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Das Bundesgericht hat einen Oldtimer-Fan, der einen Mercedes in einer Urner Garage erstanden hatte, abblitzen lassen. Der Käufer hatte vom Urner Betrieb eine Entschädigung von 54 200 Franken gefordert, weil es sich beim gekauften Wagen um ein Unfallauto gehandelt habe. Dies sei ihm arglistig verschwiegen worden, hatte er vor Bundesgericht argumentiert.

Käufer zahlt noch mehr

Bereits das Land­gericht Uri und das Obergericht Uri hatten die Klage zurückgewiesen. Die Urner Richter befanden, dass weder aus der E-Mail-Korrespondenz in der vorvertraglichen Phase noch aus dem Kaufvertrag eine Zusicherung der Unfallfreiheit hervorgehe. Nun hat das Bundesgericht die Urteile der Urner Gerichte gestützt. Zu allem Übel muss der Mercedes-Käufer auch noch die Gerichtskosten von 2500 Franken bezahlen und zudem dem Inhaber der Garage noch eine Parteientschädigung von 3000 Franken überweisen.