VCS unterstützt Urner Veloweg-Kredit – verlangt aber weitere Verbesserungen

Für die kantonale Volksabstimmung vom 27. September empfiehlt der VCS Uri ein «Ja» zum Radweg-Kredit. Weitere Forderungen, wie etwa eine neue Schächenbrücke, werden jedoch gestellt.

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(pd/jb)

Die Sektion Uri des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) unterstützt den vom Landrat beschlossenen Kredit von 7,7 Millionen Franken zur Realisierung von Radwegen in Uri. Soll der Verkehr in Uri umweltfreundlicher werden, so sei dieser Kredit aber nur ein erster Schritt in die richtige Richtung, heisst es in einer Mitteilung des Vereins. Einerseits müsse das kantonale Netz durch weitere Teilstücke vervollständigt werden.

Der VCS will, dass in Uri noch mehr für Velofahrer gemacht wird.

Der VCS will, dass in Uri noch mehr für Velofahrer gemacht wird.

Bild: Florian Arnold (Altdorf, 26. Juni 2019)

So wäre es gemäss VCS etwa dringend nötig, dass mit einer neuen Schächenbrücke eine Veloverbindung zwischen dem Schattdorfer Adlergarten und dem Knotenpunkt von Zwyergasse, Weltigasse, Gründligasse und Trögligasse in Altdorf geschaffen wird. Sie würde den Aufstieg über die Gotthardstrasse zur Coop-Tankstelle und die Fahrt entlang der stark befahrenen Gotthardstrasse in vielen Fällen überflüssig machen.

Verkehrspolitik bewegt sich für VCS in falsche Richtung

Auch beim Veloweg an der Flüelerstrasse gebe es noch Verbesserungspotenzial: Es fehle nicht nur die Fortsetzung bis zur Bushaltestelle Ringli, sondern auch eine sichere Route von dort bis zur Birkenstrasse. Weiter heisst es, dass auch die Sicherung von Velorouten innerhalb der Gemeinden dringend nötig sei. Diese Strassen müssten für den Langsamverkehr reserviert und mit entsprechendem Geschwindigkeitslimit versehen werden, verlangt der VCS.

Auf der Altdorfer Strickermatte ist derzeit aber genau das Gegenteil geplant: Hagenstrasse und Acherweg, im Verkehrsrichtplan der Gemeinde als kommunale Velorouten verzeichnet, sollen als Zufahrten zu grossen Tiefgaragen zur Verfügung gestellt werden. Sie werden damit als sichere Velowege entwertet. Zur Veloinfrastruktur gehören auch eine ausreichende Anzahl von öffentlichen und privaten Veloabstellanlagen. Das kantonale Planungs- und Baugesetz sei diesbezüglich nicht genügend griffig.

Der VCS stellt fest, dass eine Reduktion des Motorfahrzeugverkehrs nur möglich ist, wenn sich der Kanton ein Verlagerungsziel steckt und ein Massnahmenpaket entwickelt und umsetzt. «In diesem Bereich fehlen bisher jegliche Ansätze einer kantonalen Politik», schliesst die Mitteilung.

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