VCS URI: Pendler sollen profitieren

Der VCS Uri stelle einen Antrag an den Regierungsrat, sich bei den SBB für den Urner Pendlerverkehr einzusetzen. Dabei soll der bestehende Fahrplan für die Urner optiomiert werden.

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Die Urner Pendler sollen rechtzeitig - und gleichzeitig wie jemand aus Genf - im Luzerner Bahnhof einrollen können. (Themenbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Urner Pendler sollen rechtzeitig - und gleichzeitig wie jemand aus Genf - im Luzerner Bahnhof einrollen können. (Themenbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

«Der erste Zug von Göschenen in Richtung Norden fährt erst nach 7 Uhr ab. Das ist zu spät.» Dies schreibt Harriet Kluge, Geschäftsstellenleiterin der Sektion Uri des VCS, in einem Brief an Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann. Pendler aus dem Urner Oberland müssten mangels öffentlichem Verkehr mit einem eigenen Verkehrsmittel an die Arbeit fahren.

Auch sei es heute zwar möglich, mit einer Zugverbindung von Genf, Chiasso, Chur oder Brig aus um 8 Uhr morgens oder sogar früher in Luzern anzukommen, nicht jedoch aus dem nahen Gotthardgebiet. «Eine bessere Anbindung von Göschenen am Morgen ist zwingend notwendig, wenn der öffentliche Verkehr für die Region Göschenen / Andermatt benutzbar sein soll», schreibt Kluge.

Ein «Qualitäts-Quantensprung»
«Der Interregio 2164 verkehrt leider erst ab Erstfeld und übt zudem die Funktion eines Regionalzugs aus, da er vorzeitig ausser Takt abfährt und an sämtlichen Bahnhöfen von Erstfeld bis Arth-Goldau hält», so die VCS-Mitarbeiterin. Der überwiegende Teil der Reisenden aus Zug 2164 steige zudem in Arth-Goldau in den ICN 650 Richtung Zürich um.

Der VCS Uri stelle deshalb den Antrag, den ICN 650 vom IC zum IR zu deklassieren und ihn zusätzlich in Airolo, Göschenen, Erstfeld, Flüelen, Brunnen und Schwyz halten zu lassen. «Dies bewirkt wohl eine Fahrzeitverlängerung für die wenigen Reisenden aus dem Tessin, ermöglicht jedoch in den Kantonen Uri und Schwyz einen Qualitäts-Quantensprung», so Kluge.

Der Regierungsrat wird gebeten, sich bei den SBB für diese Lösung einzusetzen. «Sollten die SBB nicht bereit sein, Zug 650 zum IR zu deklassieren, fordert der VCS Uri mindestens die Halteorte Göschenen, Erstfeld und Brunnen, damit Verknüpfungen aus dem Urner Oberland zum Regionalverkehr in Uri und Schwyz möglich werden.»

Sollte die Deklassierung von Zug 650 zum IR aus betrieblichen Gründen nicht möglich sein, müssten gemeinsam mit den SBB alternative attraktive Lösungen für das Problem der fehlenden Erschliessung des Urner Oberlands und der Pendlerströme in Richtung Zürich entwickelt werden.

red.