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VCS Uri zieht seine Einsprache
teilweise zurück

Der VCS Uri zieht seine Einspracheanträge zur Ausweitung der Fläche, zur Verschiebung des UKB-Gebäudes und zur Etappierung der Bewilligung im Zusammenhang mit dem Kantonsbahnhof Altdorf zurück. Die restlichen Begehren bleiben jedoch aufrechterhalten.
Bruno Arnold
Der neue Kantonsbahnhof Altdorf und das darauf ausgerichtete Busangebot sollen ab 2021 den öffentlichen Verkehr für den ganzen Kanton Uri stärken. (Bild: Urs Hanhart, 15. März 2017)

Der neue Kantonsbahnhof Altdorf und das darauf ausgerichtete Busangebot sollen ab 2021 den öffentlichen Verkehr für den ganzen Kanton Uri stärken. (Bild: Urs Hanhart, 15. März 2017)

Die Urner Sektion des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS) hat zweimal gegen das Projekt Kantonsbahnhof Altdorf Einsprache eingereicht. Schon mit der ersten Einsprache vom Frühling 2018 rügte der VCS Uri die fehlende Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes. Gemäss diesem müssen Behinderte den öffentlichen Verkehr ohne fremde Hilfe benützen können. Busperrons müssen mindestens 22 Zentimeter hoch sein, damit Menschen mit einem Rollstuhl oder einem Rollator ohne Stufe ein- und aussteigen können. Das Projekt sah anfänglich aber generell nur eine Höhe von 16 Zentimetern vor. Ausserdem muss der Bus nahe genug an die Buskante heranfahren können, damit kein grösserer Spalt zwischen Perron und Bus entsteht. Dies erfordert grosse Kurvenradien, lange Haltestellen und eventuell nach innen öffnende Bustüren.

Ausweitung und Verschiebung angeregt

Der Kanton Uri hat das Projekt aufgrund verschiedener Einsprachen überarbeitet. «Er konnte aber auf dem engen Gelände des Bahnhofplatzes auch im zweiten Anlauf keine gesetzeskonforme Lösung präsentieren», kritisierte der VCS Uri nach der Anpassung. Er schlug in einer zweiten Einsprache gegen die Projektänderungen eine Ausweitung der Bahnhofzone und damit des Planungsperimeters, eine Verschiebung des UKB-Gebäudes in die Platzmitte und eine Aufteilung der Bewilligung in zwei Etappen vor.

Nochmalige Überarbeitung wird abgelehnt

«Würden nicht überbaute Teile der Bauernhof- und der Strickermatte zum Bushof Ost geschlagen, würde die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes wie auch die Schaffung einer ausreichenden Zahl von Veloabstellplätzen entscheidend erleichtert», argumentierte der VCS in seiner zweiten Einsprache. «Mit der Etappierung könnten die weniger umstrittenen und zeitsensiblen Bahnanlagen sowie der Bushof West vorgezogen und der Bushof Ost sowie das eng damit verknüpfte Gebäude der Urner Kantonalbank nachgebessert werden», hielt der VCS Uri damals weiter fest. Der Regierungsrat lehnte jedoch eine nochmalige Überarbeitung ab, und der Gemeinderat Altdorf zeigte sich nicht bereit, die Bahnhofzone zu erweitern.

Weg frei für Entscheid zu weiteren Anträgen

Das Projekt Kantonsbahnhof Altdorf läuft rechtlich auf zwei Schienen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) ist für den Bau der Bahnanlagen und des Bushofs zuständig, und zwar gemäss Vorgaben des Eisenbahngesetzes. Für das Gebäude der Kantonalbank hat die Baukommission Altdorf die Bestimmungen des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Uri sowie der Gemeindebauordnung einzuhalten. Wie der VCS Uri in einer gestern veröffentlichten Medienmitteilung festhält, hat er nun seine Anträge zur Ausweitung der Fläche, zur Verschiebung des UKB-Gebäudes und Etappierung der Bewilligung zurückgezogen. «Damit ist der Weg frei, dass das BAV und die Baukommission Altdorf den erstinstanzlichen Entscheid zu den übrigen Anträgen des VCS fällen können.» Bei diesen restlichen Begehren geht es beispielsweise um die vom VCS und von Procap Uri verlangte Höhe der Busperrons (22 Zentimeter), aber auch um Forderungen bezüglich der Perrondächer bei den Gleisen sowie beim Busbahnhof.

Veloabstellplätze anders verteilen

Ein Thema der Einsprache sind auch die Zahlen der Veloabstellplätze. Der VCS bemängelt, dass der Kanton auf der deutlich höher frequentierten Ostseite des Bahnhofs vorläufig nur 100 Plätze für Reisende zur Verfügung stellen will, während es auf der Westseite mit dem viel kleineren Einzugsgebiet 150 sein sollen. Die Zuständigen der Urner Kantonalbank haben in den Verhandlungen mit dem VCS bereits die Schaffung von 42 Veloabstellplätzen für Kunden und Besucher auf dem Bahnhofplatz zugesagt.

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