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Ehemalige Schweizergardisten trafen sich in Seelisberg

An der 55. Generalversammlung der Vereinigung ehemaliger Päpstlicher Schweizergardisten der Sektion Zentralschweiz standen nebst der Pflege der Kameradschaft auch die Anwerbung neuer Gardisten für die Aufstockung der Garde im Vordergrund.
Christoph Näpflin
Rund 50 Personen trafen sich am Wochenende zur 55. Generalversammlung der Ex-Gardisten in Seelisberg. (Bild: Christoph Näpflin, 23. März 2019)

Rund 50 Personen trafen sich am Wochenende zur 55. Generalversammlung der Ex-Gardisten in Seelisberg. (Bild: Christoph Näpflin, 23. März 2019)

In einem festlichen Gottesdienst in der Seelisberger Pfarrkirche fand Pfarrer Daniel Guillet mit den Worten «Vorsicht-Respekt-Herzblut-Gemeinschaft» interessante Parallelen zwischen den Gardisten und dem Lesungstext aus dem Buch Exodus über den brennenden Dornbusch. Anschliessend trafen sich die Mitglieder der Vereinigung ehemaliger Päpstlicher Schweizergardisten der Sektion Zentralschweiz am Samstag, 23. März, zur Generalversammlung im Hotel Bellevue in Seelisberg.

«Nebst den ordentlichen Vereinsgeschäften tauschen wir auch interessante Informationen aus Rom aus. Es besteht ein enger Kontakt mit der Schweizergarde im Vatikan», fasste Vereinspräsident Benjamin Winter zusammen. Via Präsidentenkonferenz und das offizielle Vereinsorgan «Der Schweizergardist» informiert der Kommandant der Garde zum Beispiel über die vom Papst bewilligte Aufstockung der Schweizergarde auf 135 Mann oder die Neubaupläne der Gardekaserne im Vatikan. Gemeindepräsidentin Judith Durrer freute sich, die Ex-Gardisten in Seelisberg begrüssen zu können und nutzte die Gelegenheit, Seelisberg mit all seinen Vorzügen und Attraktionen vorzustellen.

«Der Gardedienst ist ein Privileg»

Nach Möglichkeit treten die Gardisten in ihren Uniformen auf, um so für den Dienst in der Päpstlichen Schweizergarde aufmerksam zu machen. Seit der Gründung im Januar 1506 sind die Gardisten für die persönliche Sicherheit des Papstes verantwortlich, sichern die offiziellen Eingänge zur Vatikanstadt, überwachen die Audienzen und leisten Ehrendienste bei offiziellen Besuchen. Benjamin Winter ist überzeugt:

«Als Schweizergardist ist man am Brennpunkt vom Weltgeschehen. Der Gardedienst ist ein Privileg und gleichzeitig eine Lebensschule.»

Für viele Gardisten sei ein Bubentraum wahr geworden. «Wir sind präsent an Jugendveranstaltungen und versuchen hier, zukünftige Rekruten für den Gardedienst im Vatikan zu begeistern», erklärt der Präsident die Bemühungen um den Nachwuchs.

Der Verein umfasst Mitglieder im Alter von 24 bis 95 Jahren. An der Generalversammlung in Seelisberg nahmen ehemalige Gardisten mit ihren Frauen teil, darunter auch der einstige Kommandant Pius Segmüller. «Es gibt keine Altersgrenzen bei der Pflege der Kameradschaft im Verein. Der Dienst in der Garde verbindet uns alle», zeigte sich Präsident Winter stolz. So gehen noch heute ehemalige Gardisten zur Mitarbeit in der Küche oder der Kantine in den Vatikan zurück und können so ihre alten Erinnerungen als Gäste wieder aufleben lassen.

Nur wenige Urner Gardisten

Alle ledigen männlichen Schweizer Bürger mit einer abgeschlossenen Berufslehre oder Matura, einer guten Gesundheit, einem einwandfreien Leumund, einer abgeschlossenen Rekrutenschule sowie einer Richtgrösse von 1,74 Meter haben eine Chance, in die Schweizergarde aufgenommen zu werden, wenn sie praktizierende Katholiken sind. «Etwas überrascht sind wir, dass trotz der hohen Diensttauglichkeit in Uri nur wenige Urner in der Schweizergarde Dienst machen», erwähnte der Präsident zum Abschluss der Tagung.

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