Verfahren gegen Rütlibomber eingestellt

Die Bundesanwaltschaft hat das Verfahren gegen den einzigen Verdächtigen des Rütli-Anschlags eingestellt. Am 1. August 2007 war nach der Feier mit Bundesrätin Micheline Calmy-Rey ein Sprengsatz detoniert.

Drucken
Teilen
Am 1. August 2007 detonierte unmittelbar nach der Rede von Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey dieser Sprengsatz. (Bild: Kapo Uri)

Am 1. August 2007 detonierte unmittelbar nach der Rede von Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey dieser Sprengsatz. (Bild: Kapo Uri)

Die Sprecherin der Bundesanwaltschaft (BA), Walburga Bur, bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht von 20 Minuten online. Die BA habe die Strafuntersuchung zum Sprengkörper abgeschlossen und am 11. Oktober die Einstellung verfügt.

Die Straftatbestände haben sich laut Bur «nicht erhärten lassen, oder die Privatkläger zogen ihre Anträge zurück». Gebüsst wird der Mann lediglich im Zusammenhang mit einem anderen Fall - wegen Übergabe von Sprengstoffen und Drohung gegen Beamte.

Der Mann, in Medien und Volksmund Rütlibomber genannt, war im Januar 2008 in Untersuchungshaft gesetzt worden. Diese wurde mehrfach verlängert, bis er schliesslich im Dezember 2008 auf freien Fuss gesetzt wurde. Das Verfahren war bereits am 8. August 2007 eröffnet worden; bis zur Festnahme des Tatverdächtigen richtete es sich gegen Unbekannt.

Am 1. August 2007 war auf dem Rütli unmittelbar nach der Feier mit Bundesrätin Micheline Calmy-Rey ein Sprengsatz detoniert. Es handelte sich um einen Feuerwerkskörper, der in 20 Zentimeter Tiefe vergraben war und mit einem Zeitzünder ausgelöst wurde.

sda