Verhaltene Freude über gute Kantonsrechnung

Die Laufende Rechnung 2010 des Kantons Uri schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 14,2 Millionen Franken - 3 Millionen Franken besser als budgetiert. Der Landrates hat am Mittwoch dieses positive Ergebnis ohne Gegenstimme genehmigt.

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Beim Blick in die finanzielle Zukunft des Kantons hielt sich die Freude über den Rechnungsabschluss 2010 in Grenzen. Wenn man bedenke, welche Aufgaben Uri in den nächsten Jahren zu bewältigen habe, sehe die Zukunft alles andere als rosig aus, sagte Paul Bennet (CVP).

Im Bereich Infrastruktur stehen konstenintensive Projekte an: die Sanierung des Kantonsspitals Uri - gemäss Gesundheitsdirektor Stefan Fryberg das grösste Hochbauprojekt in der Geschichte des Kantons Uri -, die Errichtung eines Kantonsbahnhofes oder die Umsetzung von Verkehrs- und Entwicklungskonzepten. Zudem dürfte die Nationalbank künftig weniger Gewinne an die Kantone ausschütten.

Die SP/Grüne-Fraktion kritisierte, dass die Steuereinnahmen 2010 um 4,4 Millionen Franken unter dem Budget liegen, und dass sich der Ressourcenindex von 60,6 im Vorjahr auf 58 verschlechtert habe. Die Differenz zwischen den NFA-Geldern und den Steuereinnahmen werde immer grösser. «Dieser Trend wird zum Klumpenrisiko, falls die Geberkantone eine Systemänderung durchsetzen», sagte Fraktionssprecherin Kathrin Möhl.

sda