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VERHANDLUNGEN: «Dann verstehe ich die Welt nicht mehr»

Am 21. Februar fand in Erstfeld eine Besprechung zum Thema «Koordination Erstfelder Kraftwerkideen am Alpbach statt». Dort stellte Paul Furrer das Projekt der KW Alpbach AG im Detail vor. «Wir haben damals ganz klar darauf hingewiesen, dass die AG in einer Schutzzone bauen will», sagt Baudirektor Roger Nager.

Furrer erklärte gestern, dass vom Projekt der KW Alpbach AG «keinerlei Gefährdung von Trinkwasserquellen ausgehen wird». Derzeit fänden Abklärungen statt, um eine sachgerechte Bereinigung und Festlegung der Trinkwasserschutzgebiete voranzutreiben. «Sofern nötig, wird danach eine geringfügige Modifizierung des Leitungsverlaufs den Konflikt aufheben.» Zudem sei die KW Alpbach AG bereit, die Kosten für eine Verbesserung der Quellfassung Schopfen zu übernehmen, wodurch die Trinkwasserqualität dieser Quellen gesteigert werden könne.

Voraussetzungen sollten für alle gelten

Für Nager ändern ein modifiziertes Projekt oder eine Verschiebung der Quellfassung nichts an der Tatsache, dass das Projekt die Schutzzonen und die Trinkwasserquellen tangiert. «Bei der ursprünglich geplanten grossen Nutzung des Alpbachs, die ja mittlerweile kein Thema mehr ist, wäre die Fassung in der genau gleichen Schutzzone zu liegen gekommen, in die Paul Furrer nun sein Werk reinbauen will», so Nager. «Wenn das für die KW Alpbach AG ernsthaft in Frage kommt, verstehe ich die Welt nicht mehr. Bisher galt auch Paul Furrers höchste Priorität dem Schutz der Quellen», betont der Baudirektor. «Ich nehme erstaunt zur Kenntnis, wie sich hier die Interessen innert kürzester Zeit verändern können. Erstfeld hat mit klarer Stimme gefordert: Fasst unsere Quellen nicht an. Daran hält sich der Kanton. Die gleichen Voraussetzungen sollen für alle gelten», so Nager. «Aus politischer Sicht ist jedes Kraftwerk, das in der Schutzzone liegt, nicht zu vertreten.»

Unsere Zeitung konfrontierte die Erstfelder Gemeindepräsidentin Pia Tresch gestern in den Ferien mit verschiedenen Fragen zur Thematik Alpbach. «Ich werde die Fragen, soweit zuständig, beantworten, möchte sie aber gerne zuerst im Gemeinderat besprechen», erklärte Tresch. (bar)

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