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Verkauf des Kulturklosters Altdorf ist für die Korporation Uri kein Thema

In einem knappen Jahr läuft der Mietvertrag für das Kulturkloster Altdorf ab. Es soll mit einer sinnvollen neuen Nutzung einer breiteren Bevölkerung zugänglich gemacht werden.
Urs Hanhart
Die Korporation Uri möchte das Kulturkloster künftig in ähnlichem Stil als Mietobjekt zur Verfügung stellen. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 26. April 2019)

Die Korporation Uri möchte das Kulturkloster künftig in ähnlichem Stil als Mietobjekt zur Verfügung stellen. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 26. April 2019)

An der Sitzung des Korporationsrats Uri vom 26. April orientierte Präsident Rolf Infanger unter anderem über die Zukunft des ehemaligen Kapuzinerklosters Altdorf. Dieses ist vor geraumer Zeit in Kulturkloster Altdorf umgetauft worden. Seit 2010 wird die Liegenschaft von einer Einfachen Gesellschaft betrieben.

«Im Hinblick auf den Ablauf dieses Mietvertrages per Ende Februar 2020 haben wir eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die abklärt, wie die Nutzung und Neuvermietung der Klosteranlage weitergehen könnte», erklärte Infanger. «Um das Kloster in die Zukunft zu führen, sind die Strukturen der Trägerschaft für den Betrieb anzupassen. Es wird eine Organisation aufgebaut, die im Sinne einer Betriebsgesellschaft den Nachfolgebetrieb übernehmen wird.» Der heutige Verein Freunde des Kulturklosters Altdorf sei in der Betriebsgesellschaft miteingebunden.

Wiederum als Mietobjekt zur Verfügung stellen

Die Strategie sehe vor, dass die Korporation Uri als Eigentümerin für die Grundleistung, bestehend aus Verwaltung Betrieb und Unterhalt, verantwortlich zeichne. «Wir haben nicht vor, das Kloster zu verkaufen, sondern wir möchten es in ähnlichem Stil als Mietobjekt zur Verfügung stellen», so Infanger. «Die neue Mieterin soll für die Nutzung und die Organisation von Veranstaltungen zuständig sein. Das Kloster mit seiner bemerkenswerten Lage ist ein Kulturgut von überregionaler Bedeutung. Durch die neue Strategie soll es mit einer sinnvollen Neunutzung einer breiteren Bevölkerung zugänglich gemacht werden.» Gemäss Infanger will die Korporation Uri im kommenden Herbst detaillierter über die künftige Nutzung des Kulturklosters informieren.

Die Korporation Uri kann für das Jahr 2018 ein gutes Ergebnis ausweisen. Die Jahresrechnung schliesst bei einem Gesamtertrag von rund 6,5 Millionen Franken mit Mehreinnahmen von rund 207'000 Franken ab, was einer Zunahme von 13,1 Prozent gegenüber dem Voranschlag entspricht. Das Gesamtergebnis resultiert aus einer positiven Kombination von höheren Erträgen bei gleichzeitig gehaltenen oder sogar rückläufigen Kosten. «Erfreulich entwickelt haben sich die Mieteinnahmen der eigenen Liegenschaften in einem anspruchsvollen Immobilienmarkt», sagte Verwalter Kurt Schuler.

Auf gesunder und solider finanzieller Basis

«Es darf festgehalten werden, dass die Korporation Uri auf einer unverändert soliden und gesunden finanziellen Basis steht.» Die Einnahmen aus Regalien und Konzessionen bilden mit 48,95 Prozent die wichtigste Einnahmequelle der Korporation Uri. Gegenüber dem Budget konnten die Konzessionserträge um 4,2 Prozent übertroffen werden. Daneben haben Vermögenserträge aus Liegenschaften, Anlagen sowie Pacht- und Baurechtszinsen 29,75 Prozent der Gesamteinnahmen generiert. Diese haben sich ebenfalls positiv entwickelt und liegen 6,85 Prozent über dem budgetierten Betrag.

Die Rechnung 2018 wurde von den Korporationsräten einstimmig genehmigt. Zustimmung fand auch die vom Engeren Rat und von der Rechnungsprüfungskommission (RPK) beantrage Verwendung des Reingewinns. Nach Ausschüttung eines Korporationsnutzens von 5 Franken und zusätzlichen Fondszuweisungen wird der Gewinn von rund 207'000 Franken dem Eigenkapital gutgeschrieben. Die Eigenmittel belaufen sich per Ende 2018 auf 16,8 Millionen Franken, was einer Eigenkapitalquote von 31,4 Prozent entspricht.

Oliver Indergand ist Neues RPK-Mitglied

Bei den Wahlen in die RPK gab es eine Änderung. Als Ersatz für das ordentlich ausgeschiedene Mitglied Manuela Herger, Bürglen, wurde Oliver Indergand, Schattdorf, gewählt. Bestätigt wurden die bisherigen RPK-Mitglieder Robert Gisler, Altdorf, Wendelin Loretz, Silenen, Peter Truttmann, Seelisberg, und Walter Walker, Wassen. Gisler wird künftig neu als Präsident amtieren. Bisher hatte Herger den Vorsitz inne. Die RPK ist für die Prüfung des Budgets und der Korporationsrechnung zuständig.

Zum Schluss der Sitzung wurde Vizepräsident Peter Ziegler verabschiedet. Er scheidet per Ende Mai 2019 aus dem Engeren Rat aus. Ziegler wurde 2008 als Vertreter der Gemeinde Flüelen in den Korporationsrat Uri gewählt. Seit 2013 hatte er das Vizepräsidium inne und zeichnete als Weidchef sowie Zuständiger für Energiefragen verantwortlich.

Vizepräsident Peter Ziegler (rechts) wurde von Präsident Rolf Infanger verabschiedet. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 26. April 2019)

Vizepräsident Peter Ziegler (rechts) wurde von Präsident Rolf Infanger verabschiedet. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 26. April 2019)

«Als Fast-Quereinstiger hat sich mir eine ganz andere Welt aufgetan, die ich so vorher noch nicht gekannt habe», hielt Ziegler in seinem Abschiedsvotum fest. «Die Verwaltung der Allmend braucht viel Disziplin und Standhaftigkeit, um dem Allmendgedanken nachzuleben. Dank der Tradition sowie eigenen Gesetzen und Verordnungen stellt sich die Korporation Uri den heutigen Herausfordergen bestens. Mittlerweile hat sie da und dort wieder vermehrt Vorbildcharakter.»

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