VERKEHR: Bund will Tunnels für Gefahrengüter öffnen

Bei sechs Tunnels sollen die Beschränkungen für Gefahrguttransporte aufgehoben werden. Darunter zählt auch der Seelisberg-Tunnel auf der Autobahn A2.

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Der Bund will die Beschränkungen für Gefahrguttransporte durch den Seelisberg-Tunnel erst nach der Sanierung lockern. (Bild: Archiv Keystone)

Der Bund will die Beschränkungen für Gefahrguttransporte durch den Seelisberg-Tunnel erst nach der Sanierung lockern. (Bild: Archiv Keystone)

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat eine Methode zur Risikoanalyse entwickelt, um die Schweizer Tunnels gemäss dem seit 2010 geltenden internationalen Kategorisierungssystem einzustufen. Nach eigenen Angaben hat das ASTRA nun die Tunnels auf dem gesamten Strassennetz neu beurteilt. Zu den entsprechenden Verordnungsänderungen hat das ASTRA am Montag die Anhörung eröffnet.

Das ASTRA sieht aufgrund der Ergebnisse der Risikoanalyse die heutigen Beschränkungen von Gefahrguttransporten bei sechs Tunnels nicht mehr gerechtfertigt. Dazu zählt der Seelisberg-Tunnel auf der A2, der Tunnel Costoni di Fieud im Tessin und der Glarner Kerenzer-Tunnel. Die anderen drei Tunnels befinden sich auf der Nationalstrasse N13 im Kanton Graubünden.

Die Aufhebung der Beschränkungen wurde unter anderem aufgrund der aufwendigen Sanierungen der Tunnels und dem Austatten mit moderner Belüftungstechnik gerechtfertigt. Reorganisationen der Schadenwehren tragen ebenfalls dazu bei, dass die Beförderung durch diese Strassentunnels sicherer ist als der Transport durch besiedeltes Gebiet oder über Bergstrecken, teilt das ASTRA weiter mit.

pd/chg