VERKEHR: Gotthard: Sanierungsvarianten in Diskussion

Für eine umfassende Erneuerung des Gotthard-Strassentunnels reichen Nachtsperrungen allein mittelfristig nicht aus. Nun steht zur Debatte, wie die Sanierung am besten vonstatten gehen soll.

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Der Urner Eingang in den Gotthard-Tunnel. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Urner Eingang in den Gotthard-Tunnel. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Sanierung des Gotthardtunnels hat am Montag Vertreter der Kantone Tessin, Uri und Nidwalden sowie der SBB beschäftigt. Das Astra hat über die Vorgehensweise bei der Planung der Sanierung orientiert, wie es in einer Mitteilung heisst.

Dabei sei darauf verwiesen worden, dass mehrere Ingenieurbüros daran seien, ein Erhaltungskonzept Gotthard zu erstellen. Darin soll für den Strassentunnel und die Passstrasse abgeklärt werden, in welchem Zustand sich die einzelnen Elemente und Bauteile befinden und welche Restnutzungsdauer sie haben. Die Resultate dieser Studie sollen bis 2010 vorliegen. Untersuchungen der Kantone Uri und Tessin ergaben bereits, dass eine umfassende Erneuerung des Gotthard-Strassentunnels allein mit Nachtsperrungen mittelfristig nicht mehr möglich sein wird.

Die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels soll nach Möglichkeit erst nach der Eröffnung des neuen Neat-Basistunnels der Eisenbahn durch den Gotthard erfolgen, also Ende 2017. Nicht Gegenstand des Erhaltungskonzepts Gotthard seien Fragen rund um eine zweite Tunnelröhre durch den Gotthard, wie es weiter heisst. Die entsprechenden Fragen der Verkehrskommission des Ständerats würden gesondert bearbeitet.

ap/scd