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VERKEHR: Gotthard soll während Sanierung offen bleiben

Eine Schliessung des Gotthard-Strassentunnels für ein Jahr ist aus Urner und Tessiner Sicht keine Variante. Zudem spricht sich der Regierungsrat dezidiert gegen den Bau einer zweiten Tunnelröhre aus.
Die Einfahrt zum Gotthardtunnel auf der Urner Seite. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Einfahrt zum Gotthardtunnel auf der Urner Seite. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Version, dass der Gotthard-Strassentunnel für ein Jahr geschlossen wird, sei vom Bundesamt für Strassen Astra voreilig kommuniziert worden, heisst es in der Antwort des Regierung auf die Interpellation von Peter Tresch aus Göschenen.

Die Planerarbeiten befänden sich erst in der Ausschreibungsphase. Eine Schliessung des Gotthard-Strassentunnels für ein Jahr ist aus Urner und Tessiner Sicht keine Variante. Die Schliessung des Tunnels während eines Jahrs wäre wegen der Bedeutung dieser Strassenverbindung für Uri und Tessin gravierend.

Schliessung für drei bis vier Monate pro Jahr
Sollte es unumgänglich sein, den Gotthardstrassentunnel über längere Zeitspannen zu schliessen, wäre eine mögliche Alternative eine längere Sanierungsdauer über drei bis vier Jahre mit Schliessungsintervallen von jährlich drei bis vier Monaten, wie es weiter heisst. Dies sei beispielsweise nach der Brandkatastrophe im Jahre 2001 der Fall gewesen, flankiert von einem leistungsfähigen Bahntransport ab Göschenen unter Einbezug des Gotthardpasses sowie einer baulichen Optimierung am Kreisel Göschenen.

Nach wie vor sei der Bau einer zweiten Röhre des Gotthardstrassentunnels für den Landrat zudem kein Thema, wie er bereits in seiner Antwort vom 3. November 1998 an den Landrat klar geäussert und erklärt hätte. Er bekannte sich damit deutlich für den Alpenschutzartikel, der in Artikel 84 der Bundesverfassung verankert ist. Gleichzeitig hat er jedoch bemerkt, dass das nicht heisse, «dass bei geänderten Rahmenbedingungen künftig die Frage nach der zweiten Röhre nicht wieder aufgegriffen werden müsste».

Zweite Röhre wäre «verfassungswidrig»
Damals ging es – wie heute – um die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels. Das Astra verfolgt klar die Stossrichtung, die bestehende Gotthard-Strassentunnelröhre zu sanieren. Der Regierungsrat nehme diese Bemühungen positiv zur Kenntnis und unterstütze das Astra bei diesem Vorhaben, was letztlich auch dem verfassungsrechtlichen Alpenschutz entspricht.

Eine zweite Tunnelröhre sei in Bezug auf eine Kapazitätserhöhung verfassungswidrig und widerspreche der Haltung des Regierungsrats für eine klare Verlagerungspolitik. Auch die Urner Bevölkerung hat diese Haltung mehrmals mit grossen Mehrheiten unterstützt (z.B. Avanti-Initiative). Falls sich aus den Abklärungen des Astra zur Sanierung des Gotthardstrassentunnels neue Erkenntnisse ergeben, sei der Regierungsrat bereit, sich damit auseinander zu setzen.

scd

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