VERKEHR: Private planen eine zweite Gotthard-Röhre

Am Gotthard soll ein zweiter Strassentunnel gebaut werden. Seit einigen Tagen ist ein privater Verein offiziell auf Sponsorensuche.

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Der Urner Eingang in den Gotthard-Tunnel. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Urner Eingang in den Gotthard-Tunnel. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Weil bis 2020 die bestehende Röhre saniert werden müsse, brauche es einen zweiten Durchgang für Lastwagen und Personenfahrzeuge. Dieser Ansicht ist der Verein PPP (für Public Privat Partnership). Das Projekt sei nun offiziell lanciert. «Jetzt beginnt die Suche nach Sponsoren», sagt der Luzerner CVP-Nationalrat Pius Segmüller.

Der Verein setzt sich zum Ziel, mit Sponsoren mitzuhelfen, wichtige Infrastrukturbauten schneller bauen zu können. Denn «die Zeit drängt», so Segmüller. Geplant ist, erst für 900 Millionen Franken eine zweite Röhre zu bauen, damit die bestehende für 800 Millionen saniert werden kann. Für die Tunnelbenützung soll eine Abgabe von 30 bis 50 Franken erhoben werden.

Hier setzt die Kritik von Rudolf Dieterle an, Direktor des Bundesamtes für Strassen. Die Privaten würden uns die zweite Röhre kaum einfach schenken. «Sie wollen daran etwas verdienen». Eine Gebühr löse «einen Rattenschwanz von weiteren Fragen aus. Der ganze LSVA-Tarif müsste neu verhandelt werden».

adm/eno

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 3. Mai.