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VERKEHR: Urner knacken 20'000er-Marke

Der Fahrzeugbestand und der Motorisierungsgrad haben im Kanton Uri in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen. 2017 waren erstmals in der Urner Geschichte mehr als 20'000 Personenwagen registriert.
Urs Hanhart
Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti (links) und ASSV-Vorsteher Toni Epp begutachten die neue Hebebühne für Motorräder. (Bild: urh (Altdorf, 12. 3. 18))

Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti (links) und ASSV-Vorsteher Toni Epp begutachten die neue Hebebühne für Motorräder. (Bild: urh (Altdorf, 12. 3. 18))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti und Amtsvorsteher Toni Epp präsentierten gestern die Jahresstatistik 2017 des Amts für Strassen- und Schiffsverkehr (ASSV) Uri. Der zufolge hat der Fahrzeugbestand im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent zugenommen. Am Stichtag (30. September) waren 383 Fahrzeuge mehr registriert als im Vorjahr. Die grösste Zunahme verzeichnete die Kategorie Personenwagen, die um 250 Fahrzeuge zulegte.

Der Motorisierungsgrad der Urner stieg in den vergangenen zehn Jahren von 474 auf 548 Personenwagen pro 1000 Einwohner. «Früher befand sich der Kanton Uri stets unter dem landesweiten Durchschnitt. Nun liegt er erstmals leicht darüber», erklärte Moretti. Schweizweit stieg der Motorisierungsgrad im gleichen Zeitraum von 519 auf 543 Personenwagen pro 1000 Einwohner.

Fast jedes dritte geprüfte Fahrzeug weist Mängel auf

Beim Gesamtbestand der Fahrzeuge wurde 2017 erstmals die 30 000er-Marke überschritten, bei den registrierten Personenwagen die 20 000er-Grenze. Der Anteil der Elektrofahrzeuge ist im Urnerland nach wie vor sehr gering. Dieser lag 2017 bei 0,17 Prozent (34 Fahrzeuge).

2017 wurden vom ASSV insgesamt 8739 Fahrzeuge geprüft, rund 3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Beanstandet werden mussten 2777 Fahrzeuge oder 31,8 Prozent (Vorjahr: 34,6 Prozent). Am häufigsten gab es Mängel an der Beleuchtungseinrichtung oder den elektrischen Anlagen (24 Prozent), gefolgt von Fahrgestell (16), Bremsanlage (15) und Achsen/Räder/Reifen/Aufhängung (14).

Sehr gut geschlagen haben sich die Urner bei den Führerprüfungen. Von den 896 absolvierten praktischen Prüfungen wurden 648 erfolgreich abgelegt. Diese Erfolgsquote von 72,3 Prozent sei «im gesamtschweizerischen Vergleich ein Spitzenwert», betonte Epp. Im Vorjahr hatte die Erfolgsquote gar 73,9 Prozent betragen. Bei den theoretischen Prüfungen haben im vergangenen Jahr insgesamt 68,1 Prozent der angetretenen Kandidaten bestanden.

Mehr ausländische Führerscheine aberkannt

2017 musste das ASSV 717 Administrativmassnahmen verfügen, etwas weniger als im Vorjahr. Leicht zugenommen hat hingegen die Zahl der Führerscheinentzüge, und zwar auf 510 Fälle. Dies vor allem deshalb, weil vermehrt ausländische Führerausweise aberkannt werden mussten. Betroffen waren 247 ausländische Lenker (Vorjahr: 225). Die Hauptgründe für den Entzug des Führerausweises waren das Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit sowie Alkohol am Steuer.

Im Vergleich zum Vorjahr mussten 2017 vermehrt Personen mit einer Massnahme belegt werden, weil sie am Handy hantierten oder sich der Vortrittsmissachtung schuldig machten. Bei den von den Massnahmen betroffenen Lenkern lag die Altersklasse der 20- bis 34-Jährigen an der Spitze. Einen auffallenden Spitzenwert gab es auch bei den 50- bis 54-Jährigen.

Im vergangenen Jahr hat das ASSV das System «Cari Inspect» eingeführt. Damit können die Experten die Ergebnisse von Fahrzeugprüfungen gleich vor Ort in ein Tablet eintippen. «Diese digitale Erfassung hat sich bestens bewährt. Es gibt eine deutliche Zeitersparnis, und zudem können Datenverluste oder Fehler minimiert werden. Unser Fazit ist rundum positiv», sagte Epp zu diesem Systemwechsel.

Spezielle Kontrollschilder sind äusserst gefragt

Das ASSV hat die alte Motorrad-Hebebühne nach 26 Jahren durch eine neue ersetzt. «Die Töffs werden zum Teil schwerer, grösser und breiter. Aus Sicherheitsgründen mussten wir deshalb eine neue Plattform anschaffen», begründete Epp.

Die Nachfrage nach speziellen Kontrollschildern ist nach wie vor vorhanden. 2017 verkaufte das ASSV Wunschkontrollschilder für Personenwagen und Motorräder im Gesamtwert von 95 100 Franken, womit die Einnahmen des Vorjahres in der Höhe von 94 400 Franken leicht übertroffen wurden. Auch in diesem Jahr kommt es beim ASSV, das 2017 rund 12,6 Millionen Franken an Einnahmen generiert hat (Vorjahr: 12,3 Millionen), zu einigen Neuerungen. Bei den computergestützten Theorieprüfungen gibt es bald eine neue Softwarelösung, die über Bern läuft, wo Datenbanken zentralisiert werden. Es ist somit eine Vereinheitlichung im Gange.

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