VERKEHR: Urner wollen Lasten an andere Kantone verteilen

Die Urner haben die Regierungen von gleich mehreren Kantonen verärgert: Bei der Rollenden Landstrasse sollen auch andere Kantone Verladestationen bauen.

Bruno Arnold
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Der Urner Baudirektor Markus Züst betont: «Mit Sankt Florian hat unser Vorgehen nichts zu tun.» (Bild Urs Hanhart)

Der Urner Baudirektor Markus Züst betont: «Mit Sankt Florian hat unser Vorgehen nichts zu tun.» (Bild Urs Hanhart)

Eine vom Kanton Uri in Auftrag gegebene Studie kommt zum Schluss, dass Lastwagen während der Sanierung des Gotthard-Strassentunnels nicht nur im Urner Reusstal, sondern auch in den Kantonen Schwyz, Zug oder Aargau verladen werden könnten. Uri verlangt deshalb vom Bund, dass eine Sanierung mit einer Rollenden Landstrasse (Rola) als Alternative zur zweiten Röhre geprüft wird. Nicht nur das: Es sollen auch andere Kantone Lasten tragen und Verladestationen ermöglichen.

Ärger bei den Regierungen

Das sorgt bei den betroffenen Kantonen für Ärger. Die Aargauer Regierung etwas schreibt: «Der Regierungsrat bedauert es sehr, dass der Urner Regierungsrat eine Studie über eine rollende Landstrasse mit Terminals im Kanton Aargau veröffentlicht, ohne ihn oder das sachzuständige Departement Bau, Verkehr und Umwelt in irgend einer Weise vorgängig über die Absicht zu orientieren.»

Dem entgegnet nun der Urner Baudirektor Markus Züst: «Wir haben dem Bund offeriert, dass wir bereit sind, mit einer Verladestation im Kanton Uri Lasten zu tragen. Voraussetzung ist allerdings mindestens eine zusätzliche gleichwertige ausserkantonale Verladestation. Wichtig ist: Unsere Studie bietet die Chance, die ganze Sache gemeinschaftlich zu lösen und nicht einfach auf dem Buckel eines Kantons.»

Das ausführliche Interview lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.