VERKEHRSSICHERHEIT: Zu hohe Lastwagen werden neu vor dem Seelisbergtunnel gestoppt

Um Beschädigungen an der Einrichtung des Seelisbergtunnels zu verhindern, wird neu die Höhe der Richtung Norden fahrenden Lastwagen automatisch kontrolliert. Zu hohe Lastwagen werden dann vor dem Südportal gestoppt.

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Einfahrt in den Seelisbergtunnel. (Bild: René Meier (Beckenried, 20. Dezember 2016))

Einfahrt in den Seelisbergtunnel. (Bild: René Meier (Beckenried, 20. Dezember 2016))

Der Tunnel der Autobahn A2 Richtung Norden hat ein Lichtraumprofil von 4,33 Metern. Sind Lastwagen höher als die zulässigen vier Meter, können an der Tunneldecke befestigte Signale beschädigt oder heruntergerissen werden. An der Tunnelröhre Richtung Süden gibt es keine Beschädigungen, da diese sechs Zentimeter höher ist.

Wie das Bundesamt für Strassen ASTRA am Dienstag mitteilte, wird ab dem 3. Januar 2017 einige Kilometer vor dem Südportal eine automatische Höhenkontrolle in Betrieb genommen. Ist ein Fahrzeug zu hoch, wird Alarm ausgelöst.

Drei Kilometer vor dem Tunnel werden die Lastwagen mittels Signalisation auf den rechten Fahrstreifen gelenkt. Die Geschwindigkeit wird auf 60 km/h beschränkt. Rund 100 Meter vor dem Portal wird der rechte Fahrstreifen mittels Rotlicht gesperrt. Der Überholstreifen bleibt für Autos befahrbar.

Die Polizei wird dann den zu hohen Lastwagen auf die Fahrbahn Richtung Süden lenken und ihn zurück nach Erstfeld zum dortigen Schwerverkehrszentrum geleiten. Für das Wendemanöver müssen kurzzeitig beide Fahrbahnen gesperrt werden. (sda)