VERKEHRSSTEUERN: Uri will mehr «saubere» Autos

Wer ein energieeffizientes Auto fährt, soll jährlich bis zu 500 Franken sparen können. Im Gegenzug will man in Uri die Steuern für Dreckschleudern erhöhen.

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Feierabendverkehr in Altdorf. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Feierabendverkehr in Altdorf. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Der Kanton Uri strebt eine Ökologisierung der Motorfahrzeugsteuern an. Der Landrat hat gestern Mittwoch eine Ergänzung des Gesetzes über die Strassenverkehrs­steuern mit 36 zu 21 Stimmen (2 Enthal­tungen) gutgeheissen.

Ein neuer Absatz in Artikel 6 schafft die Voraussetzung, dass energie­effiziente und emissionsarme Fahrzeuge mit einem Rabatt belohnt, besonders umweltbelastende und ineffiziente Motorfahrzeuge hingegen mit einem Zuschlag belegt werden könnten.

100 Prozent Rabatt möglich
Gleichzeitig genehmigte der Landrat gestern mit 30 zu 21 Stimmen (3 Enthaltungen) die revidierte Verordnung über die Strassenverkehrssteuern. Sie regelt die konkrete Umsetzung. Immer vorausgesetzt, dass das Volk Ja sagt zur Gesetzesänderung, heisst das: Für besonders saubere Fahrzeuge wird während höchstens vier Jahren ab der ersten Inverkehrsetzung ein Rabatt von 100 Prozent gewährt. Mit anderen Worten: Die Halter zahlen während dieser Zeit keine Motorfahrzeugsteuern und sparen so pro Jahr bis zu 500 Franken.

Zuschlag bis zu 70 Franken
Kompensiert würden diese Steuerausfälle durch Zuschläge auf den ineffizientesten Fahrzeugen (Kategorie F, G und unklassiert). Diese so genannten Dreckschleudern sollen gemäss Vorlage der Regierung jährlich 35 bis höchstens 70 Franken zusätzlich bezahlen.

Bruno Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.