VERLUSTE: Neat: Gut fürs Prestige, schlecht für die Kasse

Die Neat beschert den Tunnelbauern Milliardenaufträge. Doch eine Goldgrube ist der Gotthard nicht: Die Firmen erleiden Verluste im dreistelligen Millionenbereich.

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Impression von den Tunnelarbeiten. (Archivbild Michael Buholzer/Neue LZ)

Impression von den Tunnelarbeiten. (Archivbild Michael Buholzer/Neue LZ)

18,7 Milliarden Franken zum Preisstand von 1998: So hoch schätzt der Bund die Kosten für die Neat am Lötschberg und am Gotthard ein. Inklusive Mehrwertsteuer, Teuerung und Bauzinsen dürfte das Jahrhundertwerk rund 24 Milliarden Franken verschlingen – ein gutes Geschäft für die Baufirmen, könnte man meinen. Doch stattdessen reisst das «Weltwunder», wie es Bundesrat Moritz Leuenberger nennt, Millionenlöcher in die Bücher der Tunnelbauer.

Die Bestätigung lieferte am Donnerstag Jürg Lucek, der Direktionsleiter Tunnelbau Schweiz der Murer Strabag AG, am Kongress der Schweizer Tunnelbauer in Luzern. Die österreichische Firma, die den Abschnitt von Erstfeld bis Amsteg durchlöchert (Gotthard Nord), schreibt 35 Millionen Franken Verlust – bei einem Auftragsvolumen von rund 1 Milliarde Franken. Dabei hatte Lucek auf einen Gewinn von rund 20 Millionen Franken, «von den branchenüblichen 2 Prozent», gehofft. Den Grund für das Defizit ortet er im «ruinösen Preiswettbewerb in der schweizerischen und europäischen Tunnelbauszene».

Kari Kälin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag im Wirtschaftsteil der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.