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VERNISSAGE: Exil-Urner stellt im Schloss A Pro aus

Der Spirgner Alois Gisler «Chipfeler Wisi» ist nach 14 Jahren temporär aus Glarus zurück im Urnerland. In Seedorf präsentiert der spätberufene Künstler 35 Bilder in Aquarelltechnik. Es sind vorwiegend Berg- und Landschaftsbilder.
Georg Epp
Künstler Alois Gisler zwischen den Bildern «Läged Windgällen» und «Urnerboden». (Bild: Georg Epp (Seedorf, 24. Februar 2018))

Künstler Alois Gisler zwischen den Bildern «Läged Windgällen» und «Urnerboden». (Bild: Georg Epp (Seedorf, 24. Februar 2018))

Georg Epp

redaktion@urnerzeitung.ch

Dass Alois Gisler nach wie vor eng mit dem Kanton Uri verbunden ist, bewies der Grossaufmarsch an seiner Vernissage vom vergangenen Samstag, 24. Februar, im Schloss A Pro in Seedorf. Im Ausstellungsraum wurde es sehr eng. Rund 100 Verwandte, Bekannte, Volksmusikfreunde, Schützenkollegen und der Kollegenkreis aus der Kirchenchorzeit in Spiringen wollten das neue Schaffen des «Chipfeler Wisi» bestaunen.

Vor 14 Jahren wechselte der Oberstufenlehrer seinen Wohnsitz von Spiringen nach Glarus. Grund für seinen Wechsel war seine zweite Ehefrau Erna aus Glarus, seine erste Gemahlin verstarb nach schwerer Krankheit viel zu früh. In Glarus arbeitete der 64-jährige Künstler weiter als Oberstufenlehrer, bevor er vor vier Jahren seine Lehrtätigkeit beendete und neu als Abwart im Sektor Gebäudeunterhalt tätig ist.

Naturgetreue Wiedergabe in leuchtenden Farben

Nach einigen sporadischen Versuchen hat Alois Gisler vor sieben Jahren mit dem Malen begonnen. Eines seiner Vorbilder ist der verstorbene Glarner Bergmaler Heinz Leuzinger. Von Anfang an widmete er sich praktisch ausschliesslich der Aquarelltechnik, um seine fotografierten Berg- und Landschaftsbilder in leuchtenden Farben möglichst naturgetreu wiederzugeben. In verschiedenen Malkursen hat er sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt.

Nach den Ausstellungen in Glarus und Schwanden in den Jahren 2016 und 2017 ging nun ein Wunschtraum in Erfüllung, auch im Urnerland eine erste Ausstellung zu realisieren. Hier bedankte er sich bei Melanie Widmer, Kuratorin Staatsarchiv Uri und bei der Wirtefamilie Gisler im Schloss A Pro für die Mithilfe bei der Organisation im Vorfeld der Ausstellung.

Einen grossen Dank richtete Alois Gisler auch an Seminarkollege Josef Schuler. Der Vorsteher vom Amt für Kultur und Sport zeigte sich spontan bereit, mit einführenden Worten die Vernissage der Ausstellung zu bereichern. Unter anderem meinte Josef Schuler: «Wisi ist nicht ohne leere Hände zurück im Urnerland. Niemand wettete darauf, dass er je auswandern würde.» Bereits im Lehrerseminar habe sein Freund Wisi ein Flair fürs Malen gezeigt, erklärte der Vorsteher vom Amt für Kultur und Sport. «Ich bewunderte schon damals sein Geschick, wie er mit wenigen Strichen die Schönheiten der Natur aufs Papier brachte.» Seine erste Liebe habe der Volksmusik als Handörgeler in der Kapelle Urnerländli gegolten, so Josef Schuler. «Ich durfte die Kapelle am Klavier begleiten.»

Bilder sind bis im Mai zu bestaunen

Die Besucher zeigten sich hell begeistert von der Ausstellung und den gelungenen Bildern. Präsentiert und zum Kauf angeboten werden 35 Berg- und Landschaftsbilder, vorwiegend Urner, neu aber auch Glarner Sujets wie «Tödi bei Föhnstimmung». Beim Apéro bot sich Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen. Der Künstler genoss es, Freunde und Bekannte aus dem Urnerland wiederzusehen. Die Bilderausstellung bleibt bis Ende Mai zu den üblichen Öffnungszeiten im Schloss A Pro geöffnet.

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