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VERNISSAGE: Schöllenen-Teufel wird zum Comicstoff

Im dritten Munggenstalder-Comic erleben die Helden im Urnerland diverse Abenteuer. Sie nehmen es sogar mit dem wütenden Schöllenen-Teufel auf.
Autor Martin Weiss (links) und der Urner Landammann Beat Jörg schmökern im neuen Comic-Band «Die Munggenstalder in der Teufelsschlucht». (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 27. April 2017))

Autor Martin Weiss (links) und der Urner Landammann Beat Jörg schmökern im neuen Comic-Band «Die Munggenstalder in der Teufelsschlucht». (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 27. April 2017))

Im Zeughaus in Altdorf ging am Donnerstag eine ganz spezielle Vernissage über die Bühne. Es handelte sich sogar um eine Weltpremiere. Vorgestellt wurde der neueste, noch druckfrische Munggenstalder-Comicband mit dem Titel «Die Munggenstalder in der Teufelsschlucht». In dieser inzwischen dreiteiligen Reihe vom Verlag Orell Füssli vermitteln die beiden Autoren Martin Weiss (Text) und Rolf Willi (Illustration) die Schweizer Geschichte in einer humorvollen Verpackung. Zwei Jahre haben sie für die 96-seitige Story recherchiert.

Das Ganze spielt im Jahr 1327. Im fiktiven Dorf Munggenstalden rosten die Hellebarden vor sich hin. Da taucht Albin auf, Chef der Urner Säumer, und bittet um Hilfe. Der Teufel treibe in der Schöllenen sein Unwesen. Die Munggenstalder freuen sich auf Action. Sie wollen mit den beiden Kräuterfrauen Annekäthy sowie Chrütlistine und deren Teufelswasser dem Teufel an den Kragen. Für zusätzliche Spannung sorgt die Absicht von König Ludwigs Gemahlin, über die Gotthardroute zu ihrem Liebsten nach Mailand zu reisen.

Asterix und Obelix als Vorbild

Der Urner Landammann Beat Jörg konnte kurz vor Drucklegung einen ersten Blick in den Band werfen. Sein Fazit: «Dieses Werk ist eine echte Zeitmaschine. Es zieht den Leser hinein und katapultiert ihn dann siebenhundert Jahre zurück in die Vergangenheit. Dieses Erlebnis kann ich nur weiterempfehlen.» Eine erfolgreiche Gesellschaft brauche nicht nur eine gute Geschichtsschreibung, sondern gleichzeitig auch eine gute Geschichtsvermittlung.

Jörg dankte den Autoren «für die immense Arbeit, die sie in ihr Werk gesteckt haben». «Die drei Comic-Bände schärfen uns den Blick dafür, was einmal gewesen ist, was heute ist und was künftig sein könnte», so der Landammann. Autor Weiss betonte, es sei für ihn eine grosse Freude, den neuen Comic-Band in Altdorf vorstellen zu können, da ein grosser Teil im Urnerland spiele.

Die Idee, Schweizer Geschichte auf lustige, witzige, freche und auch ein wenig satirische Art zu erzählen, hatte der Zürcher Journalist, Filmemacher und Autor vor einigen Jahren bei einem Nachtessen in Riemenstalden. Daher rührt auch das erfundene Dorf Munggenstalden. «Wir haben damals beschlossen, etwas in Richtung Asterix und Obelix zu machen», verriet Weiss und fügte an: «Diese Reihe ist unser Vorbild. Natürlich müssen wir noch hart arbeiten, um einigermassen mithalten zu können. Aber wir tun unser Bestes.» Beim neuen Band handle es sich um eine Heldengeschichte in Form eines Roadmovies, das in Munggenstalden beginne und fulminant in der lombardischen Metropole Mailand ende.

Geschichte unverkrampft erzählen

Wie passen Comic und Schweizer Geschichte zusammen? Dazu sagte Weiss: «Ähnlich wie Asterix und Obelix hat auch die Schweizer Geschichte viel Stoff, den man auf eine lustige Art und Weise und nicht so historisch verkrampft erzählen kann. Die Form des Comics ist dafür das absolut richtige Medium. Das haben wir mit dem ersten Band ‹Klostersturm› und dem zweiten ‹Am Morgarten› schon bewiesen, und jetzt kommt eben der Gotthard dazu.» Die Comics werden auch an Schulen eingesetzt. Bereits sind Weiss und Willi daran, die Comic-Reihe fortzusetzen. Im vierten Band reisen die Munggenstalder in den Wilden Westen beziehungsweise in die Romandie.

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

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