Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

VERSAMMLUNG: Bürgler sollen Kinzig-Bahn helfen

Die Bürgler befinden über ein Budget mit erfreulichen Zahlen. Abgeschrieben werden soll ein Darlehen in der Höhe von 110000 Franken an die Biel Kinzig AG.
Markus Zwyssig
Die Biel Kinzig AG in Bürglen steht finanziell schlecht da. Nun soll auch die Gemeinde ihren Beitrag leisten, damit die Bahn weiterbestehen kann. (Bild: Philipp Zurfluh (Bürglen, 3. November 2016))

Die Biel Kinzig AG in Bürglen steht finanziell schlecht da. Nun soll auch die Gemeinde ihren Beitrag leisten, damit die Bahn weiterbestehen kann. (Bild: Philipp Zurfluh (Bürglen, 3. November 2016))

Ein der Biel Kinzig AG gewährtes Darlehen in der Höhe von 110000 Franken soll abgeschrieben werden. Darüber werden die Bürgler an der offenen Dorfgemeinde am Donnerstagabend befinden.

Der Gemeinderat hatte das Darlehen 2014 gezahlt. Die Biel Kinzig AG habe sich in einer schwierigen finanziellen Situation befunden, schreibt der Gemeinderat. Aufgrund der fehlenden Liquidität konnten Rechnungen für notwendige Investitionen an der Seilbahn nicht bezahlt werden. Deshalb hat der Gemeinderat der Biel Kinzig AG diese finanzielle Hilfe geleistet.

Auch Gemeinde soll auf Forderungen verzichten

Die finanzielle Situation der Biel Kinzig AG hat sich inzwischen nochmals verschlechtert. Aufgrund der Witterungsverhältnisse sind die Erträge nicht wunschgemäss ausgefallen. Die Aktionäre haben an der GV am Freitag, 11. November, ein Sanierungskonzept gutgeheissen (siehe unsere Zeitung vom Montag, 14. November). Unter anderem sollen Kanton, Urner Kantonalbank und Gemeinde als grösste Kapitalgeber auf Forderungen verzichten. Der Gemeinderat beantragt daher der offenen Dorfgemeinde, das gewährte Darlehen abzuschreiben.

Budget sieht ein grosses Plus vor

Bei einem Aufwand von 11,557 Millionen Franken und einem Ertrag von 11,965 Millionen Franken sieht das Budget 2017 einen Ertragsüberschuss von 407900 Franken vor. Die Steuererträge der natürlichen Personen sind seit dem Rechnungsjahr 2013 überproportional gestiegen. Auch im Budget 2017 wird weiterhin von einer positiven Entwicklung der Steuererträge der natürlichen Personen ausgegangen. Aufgrund des tiefen Investitionsvolumens und der getätigten zusätzlichen Abschreibungen in den vergangenen Jahren reduziert sich der Abschreibungsaufwand im Budget 2017 weiter. Ein Mehraufwand muss bei den ungedeckten Pflegekosten im Bereich der stationären Langzeitpflege und bei der Neureglung der Finanzierung über das sonderpädagogische Angebot im Kanton Uri verzeichnet werden.

Die Gemeinde hat hohe Investitionen geplant

Bei der Investitionsrechnung wird von Ausgaben von 164000 Franken ausgegangen. In den nächsten drei Jahren sind hohe Investitionen geplant. Es sind dies die anstehenden Sanierungsmassnahmen am Schulhaus Schiesshausmatt, am Gemeindehaus und an der Sporthalle, die Teilsanierung der Langmatt­gasse sowie der Beitrag an den Güterweg Holden–Breitebnet–Riedli. Diese Investitionen belaufen sich auf rund 5 Millionen Franken. Der sich daraus ergebende deutliche Anstieg an Abschreibungen wird die Verwaltungsrechnung stark belasten. «Es rechtfertigt sich deshalb, trotz der aktuellen gesunden Finanzlage und des vorliegenden positiven Budgets 2017, den Steuerfuss der natürlichen Personen und den Kapitalsteuersatz der juristischen Personen auf der bisherigen Höhe zu belassen», hält der Gemeinderat in seiner Botschaft zum Budget fest. Er beantragt, den Steuerfuss bei 92 Prozent und den Kapitalsteuersatz bei 0,01 Promille wie bisher festzulegen. Der Gemeinderat beantragt, das Budget an der offenen Dorfgemeinde zu genehmigen.

Vier Personen sollen eingebürgert werden

An der offenen Dorfgemeinde geht es des Weiteren um die Erteilung des Gemeindebürgerrechts an Thurai Kankatharan und dessen Kinder Alsiya, ­Anishka und Dijan, sri-lankische Staatsangehörige. Die Ehefrau ist bei der Einbürgerung nicht einbezogen. Sie erfüllt für eine Einbürgerung die gesetzlichen Wohnsitzvoraussetzungen nicht, da die Einreise erst vor rund 10 Jahren erfolgte.

Sandro Christen soll für weitere zwei Jahre als Mitglied in den Sozialrat Schattdorf/Bürglen/Spiringen gewählt werden.

Gemeindeweibel Alois Josef Bissig-Arnold ist aus gesundheitlichen Gründen im April 2016 von seinem Amt zurück getreten. Als Nachfolger stellt sich Christian Arnold, Obriedenstrasse 13, zur Verfügung.

Hinweis

Die offene Dorfgemeinde Bürglen findet am kommenden Donnerstag, 24. November, um 20 Uhr in der Aula statt.

Markus Zwyssig

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.