Versammlung

Kirchgemeinde Attinghausen hat gut gehaushaltet

Die Teilnehmer der Versammlung haben ins Budget 2021 eingegriffen. Ein Antrag auf Steuersenkung scheiterte.

Drucken
Teilen
(pd/lur)

18 Personen konnten vor kurzem an der Kirchgemeindeversammlung in Attinghausen begrüsst werden. Nachdem die Kirchgemeindeversammlung im Frühling aufgrund der ausserordentlichen Lage nicht stattfinden konnte, stand nun nebst dem Budget 2021 und den Wahlen auch die Rechnung 2019 auf der Traktandenliste. Nach einem kurzen Gebet begrüsste Kirchenratspräsident Philippe Waridel die Anwesenden. Besonders hiess er Landratspräsident Ruedy Zgraggen und Landrat Markus Zurfluh willkommen.

Verwalterin Erika Dittli präsentierte die Abrechnung der Aussenrenovation des Pfarrhauses. Aufgrund zusätzlicher Arbeiten am Kamin und an den Dachfenstern wurde der ursprüngliche Kredit überschritten. Gleichzeitig konnte nach Rücksprache mit dem Gemeinderat und dem Elektrizitätswerk Altdorf das Nebengebäude des Pfarrhauses, welches auch als Trafogebäude dient, ebenfalls saniert werden.

Erfreulich fiel die Jahresrechnung 2019 aus. Bei einem Aufwand von insgesamt 584'500 Franken und einem Ertrag von 602'900 Franken resultierte ein Ertragsüberschuss von 18'400 Franken. Der Kirchenrat war bemüht, haushälterisch mit den öffentlichen Geldern umzugehen.

Grossrevision der Kirchenorgel steht an

Nebst Einsparungen beim Personal und bei den Liegenschaften ergaben sich Mehreinnahmen bei den Steuern. Dies ermöglichte es dem Kirchenrat, ausserordentliche Abschreibungen beim Pfarrhaus von 20'000 Franken und beim Brückenhaus von 10'000 Franken vorzunehmen. Auch eine Rückstellung für eine anstehende Grossrevision der Kirchenorgel in der Höhe von 15'000 Franken konnte veranlasst werden. Aufgrund eines Antrags aus der Versammlung diskutierten die Anwesenden danach eingehend die Abschreibungen und Rückstellungen. Die Rechnung wurde letztlich unverändert gutgeheissen.

Danach präsentierte Verwalterin Dittli den Voranschlag fürs kommende Jahr. Das vorgelegte Budget sieht mit einem Aufwand von 546'500 Franken und einem Ertrag von 547'900 Franken einen Ertragsüberschuss von 1400 Franken vor. Unter anderem wird das Pfarreiblatt für die interessierten Bürgerinnen und Bürger zukünftig von der Kirchgemeinde bezahlt. Dies führt zu budgetierten Mehrausgaben von 9500 Franken.

Auch zum Budget ergab sich eine Diskussion über die Möglichkeiten von ausserordentlichen Abschreibungen und Rückstellungen. Der Kirchenrat verzichtete anschliessend darauf, derartige Beträge bereits im Budget zu erwähnen. Stattdessen wird er künftig der Kirchgemeindeversammlung im Rahmen einer Mehrjahresplanung die grösseren Projekte der kommenden Jahre vorstellen.

Somit weist das Budget nun einen Ertragsüberschuss von 51'400 Franken auf. Aufgrund des guten Ergebnisses im vergangenen Jahr und dem budgetierten Ertragsüberschuss fürs kommende stellte ein Teilnehmer der Versammlung den Antrag, den Steuerfuss auf 120 Prozent zu senken. Der Kirchenrat und mehrere andere Teilnehmer der Versammlung sprachen sich jedoch gegen die Senkung aus. Da die Steuereinnahmen aufgrund der Pandemie nur schwer abschätzbar sind, soll der Steuerfuss vorerst unverändert bleiben. Letztlich wurden der beantragte Steuerfuss von 133 Prozent und das Budget 2021 von der Versammlung grossmehrheitlich genehmigt.

Luzia Gisler ist nun Mitglied des Kirchenrats

Unter dem Traktandum Wahlen wurden Präsident Philippe Waridel, Sekretärin Priska Walker und Michael Zgraggen als beratendes Mitglied für weitere zwei Jahre in ihrem Amt bestätigt. Zudem wählte die Versammlung mit Luzia Gisler einstimmig ein weiteres Mitglied in den Kirchenrat. Sie soll in einem Jahr das Amt der Verwalterin von Erika Dittli übernehmen. Auch die Vertretung der Kirchgemeinde im Grossen Landeskirchenrat stand zur Wahl. Dabei stellte sich Sibylle Zurfluh für eine weitere Amtszeit von vier Jahren zur Verfügung. Aus dem Kirchenrat wurde neu Vizepräsident Peter Stadler in den Grossen Landeskirchenrat gewählt. Er ersetzt dort Erika Dittli.