VERSAMMLUNG: Korporationsbudget schliesst 316'600 Franken im Plus

Der Korporationsrat Uri beschäftigt sich mit den Zahlen für 2016. Zudem ist das zentral geführte Bürgerregister ein Thema.

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Die Funde der Riesenkristalle tragen dazu bei, dass das Strahlnen im Kanton Uri sehr beliebt ist. (Bild: Urs Hanhart / Neue  UZ)

Die Funde der Riesenkristalle tragen dazu bei, dass das Strahlnen im Kanton Uri sehr beliebt ist. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Die Korporation Uri rechnet für das kommende Jahr mit erfreulichen Zahlen. Budgetiert wird bei einem Ertrag von 5,717 Millionen Franken und einem Aufwand von 5,401 Millionen Franken mit einem Gewinn von 316'625 Franken. Über den Voranschlag befindet der Korporationsrat Uri an seiner nächsten Sitzung am kommenden Freitag, 4. Dezember.

Projekte haben positiven Effekt

Verschiedene Kraftwerkprojekte, welche die Korporation Uri mit diversen Partnern realisieren wird, stehen kurz vor dem Start. So ist im Budget 2016 als Verleihgebühr für das Kraftwerk Gurtnellen ein Betrag von 480'000 Franken enthalten. Der Steinabbau im «Standel» in Wassen konnte 2015 gestartet werden. Dieses Projekt wird sich auch in den nächsten Jahren positiv in den Zahlen der Korporation Uri auswirken.

Die Erträge aus Regalien und Konzessionen bilden mit 3,413 Millionen Franken den Hauptpfeiler der Einnahmen der Korporation Uri. Diese Erträge haben, dank der Verleihgebühr der Kraftwerke Gurtnellen AG sowie der höher erwarteten Deponiegebühren des Zweckverbandes Abfallbewirtschaftung Uri, um 506'000 Franken zugenommen. Innerhalb dieser Position bilden die Erträge aus Wasserkonzessionen mit 2,316 Millionen Franken den höchsten Betrag.

Die Erträge aus Sand, Steinen und Kies betragen insgesamt 414'000 Franken. Dies entspricht einer Steigerung um 17'000 Franken. Mit einem unveränderten Umsatz und damit auch einer Konzessionsabgabe auf dem Niveau des Jahres 2015 rechnet die Hartsteinwerke Gasperini AG. Auf einem Betrag von 48'000 Franken hat sich in den vergangenen Jahren die Abgabe von Strahlnerpatenten eingependelt. Diese Patente erfreuen sich nach wie vor reger Nachfrage, wobei im laufenden Jahre vor allem die Nachfrage nach Wochen- oder Tagespatenten zugenommen hat.

Des weiteren befinden die Korporationsräte über das Budget des Alters- und Pflegeheimes Rosenberg. Bei Einnahmen von 11,677 Millionen Franken und Ausgaben von 12,119 Millionen Franken sowie einer Auflösung von Rückstellungen in der Höhe von 450'000 Franken wird mit einem Unternehmenserfolg von 7982 Franken gerechnet.

Höherer Zimmertaxen

Die kalkulatorisch notwendigen Rückstellungen konnten getätigt werden, jedoch wurde aus der Rückstellung der Betrag von 450 000 Franken wieder entnommen. Die Besa-Minute bleibt bei 1.20 Franken als Berechnungsgrundlage bestehen. Bei den Pensionstaxen ist eine Erhöhung der Zimmertaxen um zirka 7 Prozent vorgesehen. Die Betreuungstaxe bleibt unverändert bei 41 Franken pro Person und Tag. Die Lohnkosten wurden mit 8,956 Millionen Franken budgetiert. Dies entspricht einer Zunahme von insgesamt 107'700 Franken gegenüber dem Budget 2015.

Der Sachaufwand bewegt sich mit 1,9 Millionen Franken in etwa auf dem Niveau des Budgets 2015. Hervorzuheben sind hier die Kosten für Unterhalt und Reparaturen am Gebäude, an der Gebäudehülle und an der Fassade von rund 95'000 Franken sowie aus hygienischen Gründen der Teppichersatz in den Wohnbereichen von 120'000 Franken.

Listen werden zentral geführt

Mit der Änderung des Gesetzes über das Bürgerrecht 2011 wurden die rechtlichen Voraussetzungen für eine zentrale Registerführung geschaffen. Nun ist es so weit, dass das Bürgerregister erstmals über eine zentrale Datenbank auf der Korporationsverwaltung erstellt werden kann. Dadurch entfällt die Registerführung durch die Bürgergemeinden. Der Korporationsrat Uri befindet an seiner Sitzung über eine entsprechende Verordnungsänderung. Die Listen werden den Bürgergemeinden für die Auszahlung des Korporationsnutzens zugestellt. Wiederum sollen 5 Franken ausbezahlt werden. Durch die zentrale Registerführung ergeben sich weitere Möglichkeiten, welche die Korporation Uri nutzen will. So wird Anfang 2016 für jeden Korporationsbürger, welcher innerhalb der Korporation Uri Wohnsitz hat, ein Ausweis gedruckt.

129'800 Franken an zwei Projekte

An die Sanierung der Alperschliessung Galtenäbnet in Bürglen soll ein Korporationsbeitrag von 61 900 Franken gesprochen werden. Das sind 10 Prozent der Gesamtkosten, welche sich auf 619'000 Franken belaufen. An das Projekt zur Sanierung des Wegs Tal–Chipfen–Fuhr in Spiringen wird ein Korporationsbeitrag von 67'900 Franken beantragt. Das entspricht 7 Prozent der Gesamtkosten von 970'000 Franken.

Wechsel in den Kommissionen

WahlenMZ. Bei den Wahlen in die Rechnungsprüfungskommission wird Nathalie Barengo Arnold, Altdorf, als Präsidentin nominiert. Als Mitglieder stehen Beat Zgraggen, Schattdorf, Fredy Furger, Göschenen, und Manuela Herger, Bürglen, zur Wahl. Zudem wird an der Versammlung des Korporationsrats Uri ein weiteres Mitglied vorgeschlagen.

Geänderte Praxis

Bei der Rechnungsprüfungskommission (RPK) gibt es eine Praxisänderung. Die RPK für das jeweilige Kalenderjahr prüft die Rechnung des Vorjahres und das Budget für das Folgejahr. Damit wird die Praxis geändert, dass die gewählten Personen für das Budget und die Rechnung des gleichen Rechnungsjahres zuständig sind.

In der Energiekommission sollen Peter Ziegler, Flüelen, als Präsident sowie die Mitglieder Werner Walker, Intschi, Mario Schuler, Bürglen, Rebekka Mattli, Altdorf, Wendelin Loretz, Silenen, wiedergewählt werden.

Zur Wahl in die Verwaltungskommission des Alters- und Pflegeheimes Rosenberg, Altdorf, für 2016/2017 werden folgende Personen vorgeschlagen: Lilly Loretz, Silenen, bisher; Peter Ziegler, Flüelen, neu; Manuela Herger, Bürglen, neu, sowie Rebekka Mattli, Altdorf, neu.



Hinweis:
Die Mitglieder des Korporationsrats Uri treffen sich am Freitag, 4. Dezember, um 8.30 Uhr im Rathaus Altdorf zur Sitzung.

 

mz