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VERSAMMLUNG: Kraftwerk wird günstiger als budgetiert

Beim neuen Kraftwerk Bristen läuft alles rund. Die Energieproduktion entspricht den Erwartungen, und das Kraftwerk hat bereits einem Hochwasser standgehalten.
Das neue Kraftwerk in Bristen produziert Strom für rund 3100 Haushalte. (Bild: PD)

Das neue Kraftwerk in Bristen produziert Strom für rund 3100 Haushalte. (Bild: PD)

Das erste Betriebsjahr der Kraftwerk Bristen AG ist erfreulich ausgefallen. Das machten die Verantwortlichen gestern an der Generalversammlung klar. «Wir haben innerhalb von neuneinhalb Monaten bereits eine Stromproduktion erzielt, die nahe an die budgetierte Jahresproduktion heranreicht», betonte Verwaltungsratspräsident Werner Jauch. «Man kann davon ausgehen, dass in normalen Jahren die veranschlagte Energie-Jahresproduktion erreicht wird.»

Genau gleich wie bei anderen Wasserkraftwerken war die Energieproduktion sehr sommerlastig. Im Oktober und November 2016 war das Kraftwerk noch nicht in Betrieb. Deshalb ist das Produktionsergebnis als sehr erfreulich einzuschätzen. Eingeweiht wurde das neue Kraftwerk im Mai 2017. «Das Projekt ist nun vollständig abgeschlossen», so Jauch. «Alle Arbeiten sind mittlerweile erledigt, auch die Rekultivierungsmassnahmen.» Im vergangenen Jahr sei es bereits zu einer Hochwassersituation gekommen, der die neue Anlage aber sehr gut standgehalten habe.

Das neue Kraftwerk ist als Schauwasserkraftwerk konzipiert und soll damit auch einen touristischen Mehrwert bringen. «Das Angebot wurde schon rege genutzt», so Jauch. «Zahlreiche Interessierte nahmen Einblick ins Kraftwerk und die Stromproduktion mittels Wasserkraft.»

Für den Bau des Kraftwerks Bristen wurden 18,5 Millionen Franken budgetiert. «Wir gehen davon aus, dass die effektiven Kosten rund eine Million Franken tiefer ausfallen werden», konnte Jauch erfreut feststellen. Bei der Planung und Realisierung des Projekts sind hauptsächlich Urner Unternehmen zum Zug gekommen. Laut dem Verwaltungsratspräsidenten bleiben rund 80 Prozent der Wertschöpfung – ein Betrag von über 14 Millionen Franken – im Kanton Uri.

«Das Kraftwerk Bristen passt perfekt in die vom Stimmvolk gutgeheissene Energiestrategie 2050 des Bundes», so Jauch. Als Wermutstropfen erachtet er die Tatsache, dass die KEV-Entschädigungssätze für die Wasserkraft gesenkt worden sind.

Bissig nimmt neu im Verwaltungsrat Einsitz

Andreas Bissig, Leiter Netz beim EWA, wurde gestern neu in den Verwaltungsrat der Kraftwerk Bristen AG gewählt. Er ersetzt Margrit Furrer, die zurückgetreten ist, aber dem Gremium weiterhin als Sekretärin zur Verfügung stehen wird. Sonst wurden alle bisherigen Mitglieder bestätigt. Namentlich handelt es sich um Werner Jauch und Ruedy Cathry (Vertreter EWA), Rolf Müller (Kanton Uri), Rolf Infanger (Korporation Uri) und Hermann Epp (Gemeinde Silenen).

Der Bilanzgewinn von rund 531'500 Franken wird gemäss GV-Beschluss wie folgt verwendet: Ausrichtung einer Dividende von 70 Franken je Aktie (insgesamt 420'000 Franken), Einlage in die gesetzliche Gewinnreserve (460'00 Franken) und Vortrag auf die neue Rechnung (rund 65'500 Franken).

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

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