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VERSAMMLUNG: Landeskirche Uri: Die Abgaben werden nächstes Jahr erhöht

Die Ressourcen für einen eigenen Stand der Römisch-katholischen Landeskirche Uri sind zu gering. Die Kirche möchte aber anderweitig an der Wirtschafts- und Erlebnismesse in Erscheinung treten – doch dazu braucht es auch Freiwillige.
Urs Hanhart
Rückkehrer Paul Bennet führte nach Jahren erstmals wieder die Versammlung. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 22. November 2017))

Rückkehrer Paul Bennet führte nach Jahren erstmals wieder die Versammlung. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 22. November 2017))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Der Grosse Rat der Römisch-­katholischen Landeskirche Uri tagte gestern im Altdorfer Rathaus erstmals in der neuen ­Zusammensetzung. 14 neu gewählte Rats­mitglieder erlebten ihre ­Premiere. Geleitet wurde die Herbstversammlung von Rückkehrer Paul Bennet. Der Andermatter hatte den Grossen Landeskirchenrat bereits früher für einige Jahre präsidiert.

Im Zentrum stand die Beratung und Verabschiedung des Budgets 2018. Daneben gab es mehrere Informationsblocks. ­Ursprünglich hatte die Landes­kirche Uri geplant, zusammen mit der Evangelisch-reformierten Landeskirche Uri an der Wirtschafts- und Erlebnismesse Uri 18 präsent zu sein. Daraus wird aber nichts. «Wir mussten nach vielen Gesprächen feststellen, dass die Ressourcen im Dekanat und bei der Landeskirche nicht in dem Mass zur Verfügung stehen, dass wir einen eigenen Stand betreiben können», erklärte der Präsident des Kleinen Landeskirchenrates, Gunthard Orglmeister. «Allerdings möchten wir nicht gänzlich auf eine Präsenz an der Uri 18 verzichten.» Vorstellbar ist ein ökumenischer Gottesdienst oder eine Diskussionsveranstaltung zu kirchlichen Themen. «Wir halten uns verschiedene Optionen offen.» Ohne Freiwillige wird dies jedoch nicht gehen. Ein Stand hätte die Landeskirche etwa 30 000 Franken gekostet.

Die Abgaben werden erhöht

Das Budget 2018 wurde vom Grossen Rat einstimmig genehmigt. Darin wird mit einem Aufwand von 1,279 Millionen und einem Ertrag von 1,277 Millionen Franken gerechnet. Es resultiert ein Defizit von 2300 Franken. Der Beitrag pro Katholik muss von bisher 20.55 Franken auf neu 21.15 Franken angehoben werden. Zum einen ist die Zahl der zahlenden Katholiken um 338 Personen geschrumpft, was auf der Einnahmenseite negativ zu Buche schlägt, und zum anderen muss die Landeskirche Uri aufgrund eines geänderten Verteilschlüssels höhere Beiträge entrichten, insbesondere an die Römisch-katholische Zentralkonferenz (RKZ).

Seit 2007 gibt es an der heilpädagogischen Schule der Stiftung Papilio keinen regelmässigen Religionsunterricht mehr. Dies, weil kein Nachfolger nach einer Pensionierung des damaligen Religionslehrers gefunden wurde. Ab dem Schuljahr 2018 wird der Religionsunterricht aber wieder eingeführt. Die Versammelten stimmten einem Antrag des Kleinen Landeskirchenrats einstimmig zu. Die Kosten pro Schuljahr belaufen sich auf 18000 Franken. Finanziell beteiligen wird sich auch die Evangelisch-reformierte Landeskirche und zwar mit einem proportionalen Anteil von 10 Prozent. Der Religionsunterricht soll künftig von einer qualifizierten Person aus dem Dekanat Uri gehalten werden. Momentan besuchen 34 Schüler die heilpädagogische Schule. Davon sind 22 katholisch und 2 reformiert.

Landeskirche nimmt sich Prävention an

Laut Alex Christen, Mitglied des Kleinen Landeskirchenrats, ist derzeit eine Arbeitsgruppe damit beschäftigt, die Besoldungstabelle für Religionspädagogen und Katecheten zu überprüfen. Die angepasste Tabelle soll bis Ende März 2018 vorliegen. Zudem orientierte Christen über ein Grundsatzpapier zum Thema Prävention für psychische und sexuelle Übergriffe. Dieses Papier ist momentan in der Vernehmlassung bei den Kirchgemeinden. «Nach der Auswertung der Vernehmlassung wird der Kleine Landeskirchenrat das Grundsatzpapier verabschieden und den Kirchgemeinden als Empfehlung zur Verfügung stellen», so Christen.

Zum Schluss erhielt der Kleine Landeskirchenrat von den Vertretern der Kirchgemeinde ­Silenen einen Fragenkatalog zu Fusionen von Kirchgemeinden. Die entsprechenden Antworten sollen an der Frühjahrsversammlung 2018 gegeben werden.

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