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VERSAMMLUNG: Tempo 30 auf Langmattgasse gibt zu reden

Die Bürgler sagten klar Ja zur Rechnung und zur EWA-Konzessionsabgabe. Diskutiert wurde aber über einen Kredit für eine neue Tempobeschränkung.
Markus Zwyssig
Auf der Langmattgasse wird Tempo 30 signalisiert. Die Bürgler haben einen Kredit gutgeheissen. (Bild: Philipp Zurfluh (Bürglen, 10. April 2017))

Auf der Langmattgasse wird Tempo 30 signalisiert. Die Bürgler haben einen Kredit gutgeheissen. (Bild: Philipp Zurfluh (Bürglen, 10. April 2017))

Grossmehrheitlich gutgeheissen wurde am Donnerstag an der offenen Dorfgemeinde in Bürglen ein Kredit von 30000 Franken. Das Geld wird für eine neue Tempo-30-Zone auf der Langmattgasse und den anliegenden Quartierstrassen verwendet.

In der Diskussion wurde moniert, dass 30000 Franken viel Geld seien. Die Umsetzung der Massnahmen – unter anderem müssen Randsteine entfernt werden – erfolgt gleichzeitig mit der Sanierung der Langmattgasse, daher könne kostengünstiger gearbeitet werden, wurde von Seiten des Gemeinderats informiert. Der Kredit für die Sanierung war an der Abstimmung vom 12. Februar genehmigt worden.

Angst vor zusätzlichen Schikanen auf der Strasse

Zu bedenken gegeben wurde aus der Versammlung, dass man jetzt schon nicht schneller als 30 Stundenkilometer fahren könne. Es brauche keine zusätzlichen Schikanen. Verwalter Toni Herger zeigte auf, dass es zwar unterhalb der Gotthardstrasse ein Eingangstor gibt. Sonst werden die neuen Signalisationen aber im Wesentlichen auf die Strasse gemalt. Der heute gültige Rechtsverkehr wird klar aufgezeigt. Das soll zu mehr Sicherheit beitragen.

Die Tempo-30-Zone auf der Langmattgasse wird eingerichtet, weil Ende 2015 beim Gemeinderat 128 Unterschriften von Anwohnern eingereicht worden ­waren. Begründet wurde diese Tempobeschränkung damit, dass ­der Wegabschnitt Schulweg, Erschliessungsstrasse, Arbeitsweg und Spazierstrecke sei.

Konzessionsabgabe neu festgelegt

Gutgeheissen wurde an der offenen Dorfgemeinde die Festlegung der Konzessionsabgabe zur Nutzung öffentlichen Grunds und Bodens durch das Verteilnetz der Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA). Der Vertrag ist für alle 17 Konzessionsgemeinden identisch. Vizepräsidentin Luzia Gisler hatte das Geschäft vorgestellt. Die Höhe der Konzessionsab­gabe wird mit dem Geschäft abschliessend festgesetzt. Die vom EWA benötigte Infrastruktur ist aufgrund der Topografie teurer als in anderen Kantonen. Die Strompreise hingegen liegen im ähnlichen Rahmen. Unter dem Strich zahlt der Bürger ein paar Franken weniger. Diskussionslos gutgeheissen wurde die Jahresrechnung. Die Erfolgsrechnung der Einwohnergemeinde Bürglen schliesst mit einem Plus von 276977 Franken ab, dies bei einem Aufwand von 12,063 Millionen Franken und einem Ertrag von 12,341 Millionen Franken.

Orientiert wurde über das ­Alters- und Pflegeheim Gosmer­gartä. Rolf Aeberhard, Präsident des Betriebsrats, und Heimleiter Elmar Reinhardt informierten über den positiven Abschluss beim «Gosmergartä». Sie betonten, dass man in naher Zukunft grosse Investitionen plane. Heute gibt es im Heim zu zwei Dritteln Doppelzimmer. Diese seien jedoch immer weniger gefragt. Daher fasse man auch einen Neubau ins Auge.

Bezüglich der neuen West-Ost-Verbindung trifft sich Bürglen einmal im Monat mit der Baudirektion. Dabei geht es um Diskussionen auf politischer Ebene und insbesondere darum, Vertrauen aufzubauen. Bürglen und Schattdorf haben bei der Fachhochschule Rapperswil eine Studie in Auftrag gegeben. Im Zentrum stehen insbesondere die Bedürfnisse des Langsamverkehrs auf der Gotthardstrasse zwischen Coop-Tankstelle und Kollegi.

Der Entscheid für Tempo 30 durchs Bürgler Dorf liegt zurzeit vor dem Obergericht. Die Gemeinde studiert die von den Gegnern eingereichten 19 Massnahmen, die ohne Tempo 30 zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit im Dorfkern beitragen könnten. Mit der Baudirektion werde das Gespräch gesucht. In Bürglen ist man zurzeit blockiert, was die Diskussionen um Schulweg­sicherheit oder um Parkplätze ­betrifft.

Die Post prüft die Weiterführung unter anderem auch der Poststelle in Bürglen. «Wir wollen auf die Post zugehen und das Gespräch suchen», sagte Gemeindepräsident Markus Frösch. Diesbezüglich spanne man mit den Gemeinden Schattdorf und Altdorf zusammen. Die ganze Agglomeration im Talboden solle miteinbezogen werden, hofft man in Bürglen. Auch Wassen hat bereits signalisiert, mitzudiskutieren. Denn auch dort ist die Zukunft der Poststelle ungewiss.

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

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