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Verschrottung der Seerose ist aufgegleist

Die schwimmende Plattform Seerose kann im Seebecken in Flüelen verschrottet werden. Der Kanton Uri sagt Ja zur damit verbundenen Nutzung des Sees – allerdings mit Auflagen.
Bruno Arnold
Die Gästival-Seerose im Abendlicht beim Luzerner Inseli. (Bild: Manuela Jans, Luzern, 11. Juni 2015)

Die Gästival-Seerose im Abendlicht beim Luzerner Inseli. (Bild: Manuela Jans, Luzern, 11. Juni 2015)

Am 28. Mai ist die Frist für die Entfernung der Seerose aus Flüelen abgelaufen. Die Besitzerin der schwimmenden Plattform, die Gemeinnützige Stiftung Musikpädagogisches Forschungszentrum Vitznau der Wiener Sängerknaben (kurz: MPF-Stiftung), ist mit einem neuerlichen Gesuch an die Gemeinde und den Kanton um eine Verlängerung der temporären Standplatzbewilligung am südlichen Ufer des Urnersees abgeblitzt. Da die Seerose – mangels Anlegeplatz –auch nicht nach Beckenried, Vitznau oder Luzern abgeschleppt werden kann, um umgebaut zu werden, bedeutet das Nein der Flüeler: Jetzt muss der 460 Tonnen schwere Koloss definitiv verschrottet werden.

Verschrottung erfolgt in Flüelen

Vollzogen wird der Rückbau mit 99-prozentiger Sicherheit in Flüelen. Der Regierungsrat hat entschieden, dass dies im Flüeler Seebecken respektive beim Areal der Firma Arnold & Co. AG («Kompanyy») geschehen kann. Also dort, wo die Seerose seit September 2015 vor sich hinrostet: «Wir bieten als Grundeigentümerin des Sees Hand», sagte die Urner Justizdirektorin Heidi Z’graggen am Freitag auf Anfrage. «Ein Rückbau in Flüelen macht mit Blick auf den Abtransport der Teile Sinn, und zwar wegen der kurzen Wege, des vorhandenen Bahnanschlusses und auch aufgrund der Nähe des Standorts zur Autobahn.»

Behörden setzen zeitlichen Druck auf

Allerdings setzen Gemeinde und Kanton der Besitzerin bezüglich Verschrottung auch konkreten zeitlichen Druck auf: «Wir erwarten, dass die MPF-Stiftung innerhalb einer Woche ein Konzept vorlegt, wie der umweltkonforme Rückbau über die Bühne gehen soll», so Z’graggen. «Danach müssen die Arbeiten unverzüglich an die Hand genommen werden.» Fachstellen des Kantons werden die Verschrottung der für das Gästival 2015 gebauten und damals rund 3 Millionen Franken teuren Plattform begleiten. «Es ist wichtig, dass die entsprechenden Vorgaben aus umwelt- und gewässerschutzrechtlicher Sicht eingehalten werden. Zudem soll die mit dem Rückbau beauftragte Firma auch aufzeigen, wie lange die Arbeiten dauern werden.» Im Zusammenhang mit dem Rückbau hat die Besitzerin notwendige Ausgaben in der Grössenordnung von 100'000 Franken genannt. Insider gehen aber von einer Verdreifachung dieser geschätzten Kosten aus.

Für das Jubiläum 2015 gebaut

2015 wurde in der Zentralschweiz mit dem Gästival das Jahr der Gastfreundschaft gefeiert, und zwar zur 200-jährigen Tourismusgeschichte der Region. Zu diesem Zweck hatten sich die Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden zu einem Trägerverein zusammengeschlossen, der – mit Beteiligung des Bundes und Unterstützung von Privaten – das Jubiläum mit diversen Aktivitäten feierte. Gästival-Herzstück war die Seerose auf dem Vierwaldstättersee, die in den Sommermonaten an sechs Standorten bei diversen Anlässen rund 67‘000 Gäste anlockte.

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