Verschütteter Arbeiter am Samstag geborgen

Der Leichnam des am Dienstag in Gurtnellen bei einem Felssturz verschütteten Bauarbeiters ist am Samstag geborgen worden. Die SBB und die für sie im Felssturzgebiet tätigen Arbeiter können die anstehenden Sicherheitssprengungen nun etwas unbelasteter vorbereiten.

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Der ferngesteuerte Bagger musste grosse Felsstücke beiseite räumen, um den toten Bauarbeiter bergen zu können. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der ferngesteuerte Bagger musste grosse Felsstücke beiseite räumen, um den toten Bauarbeiter bergen zu können. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der 29-jährige Urner sei um 7 Uhr tot geborgen worden, teilte die Kantonspolizei Uri mit. Polizeisprecherin Fränzi Stalder berichtete der Nachrichtenagentur sda von einer äusserst schwierigen Bergung, denn es hätten sehr grosse Steinmassen beseitigt werden müssen.

Zum Einsatz kam bei der Bergung ein Raupenbagger, der von einem Maschinisten ausserhalb der Gefahrenzone ferngesteuert wurde. Am Unglücksort herrscht akute Felssturzgefahr, und es dürfen sich dort keine Menschen länger aufhalten.

Bei der Suche kamen auch Hunde zum Einsatz. Der Tote sei geborgen und abtransportiert worden, sagte Stalder. Weil es sich um einen aussergewöhnlichen Todesfall handle, habe die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eingeleitet. Dies sei ein normaler Vorgang.

Ein Personenzug fährt am 3. Juli wieder über die Gotthard-Strecke. (Bild: Keystone)
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Einer der ersten Züge unterwegs Richtung Süden. (Bild: Keystone)
Zweimal 170 Meter Schienen wurden samt dem Schotterbett komplett ausgetauscht. Zudem mussten vier neue Mastfundamente betoniert und die Fahrleitungen erneuert werden. (Bild: Keystone)
Bis der Güterverkehr wieder normal unterwegs sein wird, dürfte es jedoch noch einige Tage dauern. (Bild: Keystone)
Die Bahnstrecke ist frei. (Bild: Keystone)
Die letzten Arbeiten am 170 Meter langen beschädigten Trassee konnten am Montagmorgen abgeschlossen werden. (Bild: Keystone)
Die Schienen sind repariert. (Bild: Keystone)
Im Bahnhof Erstfeld stehen die Züge bereit zur Fahrt in Richtung Süden. (Bild: Keystone)
Bis die letzten Arbeiten abgeschlossen sind - dazu gehört auch der Einbau von Sensoren -, dürfte es Ende August werden. (Bild: Keystone)
Neben Netzen und Matten wurde der Hang auch mit Sensoren ausgerüstet, welche Bewegungen und Steinschläge melden. (Bild: Keystone)
Der gesamte Streckenunterbruch dürfte mit 10 bis 20 Millionen Franken zu Buche schlagen. Welche Kosten durch Versicherungen gedeckt werden könnten und ob Schadenersatz bezahlt werden muss, ist nach Angaben der SBB noch offen. (Bild: Keystone)
Am 30. Juni laufen die letzten Arbeiten vor der Öffnung der SBB-Gotthardlinie. (Bild: Maria Schmid / Neue LZ)
Am 30. Juni laufen die letzten Arbeiten vor der Öffnung der SBB-Gotthardlinie. (Bild: Maria Schmid / Neue LZ)
Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. (Bild: SBB)
Bild: SBB
Bild: SBB
Bild: SBB
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Am 21. Juni montieren Felstechniker über dem gesprengten Felsen Steinschlagnetze. (Bild: Keystone)
2000 Kubikmeter donnern ins Tal. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)
Gewaltige Gesteinsmasen donnerten zu Tal. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)
Die Sprengung ist erfolgt. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)
Der Chef der Firma Gasser, Thomas Gasser, betrachtet die gesprengten Felsmassen. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)
Der Fels donnert ins Tal. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)
Aufräumen am Fels. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)
Nur wenig Geröll donnerte bis auf die mit Schutzmatten abgedeckten die SBB-Geleise. (Bild: René Meier / Luzernerzeitung.ch)
Vor der Sprengung am 16. Juni (links) und nach der Sprengung am 18. Juni. (Bild: René Meier / Luzernerzeitung.ch)
Nach der Sprengung wird der Fels überprüft. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)
Thomas Gasser überwacht die Sprengung aus der Ferne. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)
2000 Kubikmeter Feld werden weggesprengt. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)
Letzte Vorbereitungen vor der Sprengung. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)
Kurz nach der Sprengung begutachten Geologen den Hang. (Bild: René Meier / Luzernerzeitung.ch)
Das Medieninteresse ist gross. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)
60 Personen verfolgen die Sprengung vor Ort. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)
Das Medieninteresse ist gross. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)
Medienschaffende positionieren ihre Kameras. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)
Das Schweizer Fernsehen (hier Oliver Bono) überträgt live. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)
Abdeckmatten werden mit einem Helikopter auf die Bahngeleise gelegt. (Bild: René Meier / Luzernerzeitung.ch)
Ein Arbeiter hängt die Abdeckmatten ans Seil des Helikopters. (Bild: René Meier / Luzernerzeitung.ch)
Am 16. Juni bringt der Helikopter im Minutentakt die Abdeckmatten. (Bild: René Meier / Luzernerzeitung.ch)
Warnung beim Felssturzgebiet. (Bild: René Meier / Luzernerzeitung.ch)
Der Helikopter bringt die Abdeckmatten. (Bild: René Meier / Luzernerzeitung.ch)
Arbeiter bohren eines von 25 Löcher in den Fels, der weggesprengt werden soll. Die Löcher sind rund 10cm dick. (Bild: René Meier / Luzernerzeitung.ch)
Der Fels oben rechts wird am 18. Juni weggesprengt. (Bild: René Meier / Luzernerzeitung.ch)
Am Schluss liegen rund 2000 Pneus auf den SBB-Geleisen. (Bild: René Meier / Luzernerzeitung.ch)
Ein Arbeiter trifft Vorbereitungen für die Sprengung. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Diese Felspartie muss weggesprengt werden. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
In Flüelen müssen Passagiere in Richtung Süden auf die Extrabusse umsteigen. (Bild: Sven Aregger / Neue UZ)
In Flüelen müssen Passagiere in Richtung Süden auf die Extrabusse umsteigen. (Bild: Sven Aregger / Neue UZ)
Ein ferngesteuerter Bagger im Einsatz. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Ein ferngesteuerter Bagger im Einsatz. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Bild: Keystone
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Bild: Keystone
Bild: Keystone
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Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ
Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ
Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ
Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ
Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ
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Bild: Urs Hanhart / Neue UZ
Bild: Urs Hanhart / Neue UZ
Bild: Urs Hanhart / Neue UZ
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Bild: Urs Hanhart / Neue UZ
Laut Angaben der SBB ist die Gotthard-Bahnlinie mindestens drei Tage unterbrochen, weil mehrere Tausend Kubikmeter Geröll die Gleise, mehrere Fahrleitungsmasten sowie eine Stützmauer beschädigten (Bild: Leser Peter Lienert)
Zwei Bauarbeiter wurden verletzt, einer wird noch vermisst. (Bild: Leser Peter Lienert)
Die Feuerwehr Meien bei Ihrem Einsatz. (Bild: Leser Peter Lienert)
Felsturz bei Gurtnellen (Bild: Leser André Niederberger)
Mehrere Tausend Kubimeter Geröll stürzten auf die Bahnlinie. (Bild: Leser Peter Lienert)
Das Gleis der Gotthardstrecke wurde verschüttet. Die Linie bleibt mehrere Tage gesperrt. (Bild: SBB)
Auch die Rega stand im Einsatz. (Bild: Leser Peter Lienert)
Felsmassen stürtzen am Dienstagmorgen um 9 Uhr auf das Bahntrassee bei Gurtnellen (Bild: Kapo Uri)
Bild: Keystone
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Auf der Nord-Süd-Achse fahren bis auf weiteres nur Busse. (Bild: Ronny Nicolussi / NZZ)
12. März 2012: Ein Teil des Felssturzes landet auf den Gleisen. (Bild: SBB)
Der Felssturz weckt Erinnerungen an die tödliche Verschüttung der Autobahn 2006. (Bild: Christian Beutler / NZZ)
Bild: Urs Hanhart / Neue UZ
Bild: Urs Hanhart / Neue UZ

Ein Personenzug fährt am 3. Juli wieder über die Gotthard-Strecke. (Bild: Keystone)

Erleichterung auf der Baustelle

Die SBB reagierte erleichtert auf die Bergung des Verschütteten, der für eine externe Baufirma gearbeitet hatte. Die anderen Arbeiter könnten nun vor Ort wesentlich ruhiger ihrer Tätigkeit nachgehen, sagte SBB-Sprecher Christian Ginsig auf Anfrage der sda.

Der Bergsturz hatte sich am Dienstag am gleichen Hang ereignet, an dem im März ein Felssturz auf die Gotthardbahn niederging. Als er verschüttet wurde, war der Arbeiter damit beschäftigt gewesen, den Damm wiederherzustellen, der das Bahntrassee schützen soll.

Die SBB geht davon aus, dass die Bahnlinie rund einen Monat gesperrt bleibt. Weil weitere Felsstürze drohen, können die Gesteinsmassen erst beseitigt werden, wenn der Hang gesichert ist. Für die SBB stehe nach der Bergung des Verschütteten die Vorbereitung der Sprengung im Mittelpunkt, sagte Ginsig.

Kurze Strassensperrung wahrscheinlich

Mit Sicherheit weggesprengt werden muss ein 400 bis 500 Kubikmeter grosser lockerer Felsblock. Wahrscheinlich müsse aber noch mehr gesprengt werden, sagte Ginsig. Er geht davon aus, dass die Sprengungen Ende nächster Woche durchgeführt werden.

Beim Felssturz hatten sich am Dienstag 2000 bis 3000 Kubikmeter Gestein gelöst. Das Ereignis kam für die zuständigen Geologen völlig überraschend. Mit dem wesentlich kleineren Felssturz vom März (300 bis 400 Kubikmeter) bestehe kein Zusammenhang.

Auch nach dem Felssturz vom März war eine Sicherheitssprengung nötig gewesen. Die nun notwendige Massnahme sei viel grösser, sagte Ginsig. Es sei davon auszugehen, dass deshalb erneut während der Sprengung aus Sicherheitsgründen die Autobahn A2 und die Kantonsstrasse für kurze Zeit gesperrt werden müssten.

sda