Kolumne

Viel Axen- und Abstiegsfrust

Der Reporter der «Urner Zeitung» blickt zurück auf 2019

Urs Hanhart
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Reporter Urs Hanhart.

Reporter Urs Hanhart.

Bild: Manuela Jans

Die fast zweimonatige Sperrung der Axenstrasse hielt mich diesen (Spät-)Sommer ganz schön auf Trab, und zwar nicht nur in beruflicher, sondern auch in privater Hinsicht. Weil ich in Brunnen wohne, wurde mein Arbeitsweg quasi über Nacht vervielfacht.

Allerdings merkte ich schnell, dass es nicht viel Sinn macht, den Vierwaldstättersee mit dem Auto zu umrunden. Wegen der vielen Staus im Raum Luzern/Stans war es praktisch unmöglich, die Fahrzeit ins Urnerland einigermassen genau zu berechnen. Ich entschloss mich, den Wagen mehrheitlich in Uri zu stationieren und mit dem Zug hin- und herzupendeln. Der zwischen Brunnen und Flüelen eingeführte Halbstundentakt war wirklich super.

Als sehr mühsam erwies sich hingegen die Tatsache, dass mir zu Hause wochenlang kein Auto mehr zur Verfügung stand. Deshalb war ich sehr froh, als der Axen Mitte September endlich wieder aufging. Bei der zweiten temporären Sperrung im Oktober hatte ich grosses Glück, denn zu dieser Zeit weilte ich in den Ferien. Nun hoffe ich, dass es zu keinen weiteren Steinschlägen kommt oder zumindest der errichtete Damm im Gumpischtal seine Aufgabe erfüllt.

Sehr auffallend war im 2019 auch das fast durchs Band schlechte Abschneiden der besten Urner Teams. Der Reigen der Hiobsbotschaften wurde mit dem Abstieg des HC KTV Altdorf in die 1. Liga eröffnet. Nur wenig später doppelte mit dem FC Altdorf ein weiterer Traditionsklub mit der Relegation in die 1. Liga regional nach. Auch den Rollhockeyanern, Ringern und Radballern lief es heuer alles andere als wunschgemäss. Momentan sieht es leider nicht so aus, als würde es 2020 wieder aufwärts gehen.