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Rückblick 2018: Wasserkraft-Projekte: Visionen werden Wirklichkeit

Lange scheint das Projekt dem Untergang geweiht: Jetzt liegt die Baubewilligung für das Kraftwerk Erstfeldertal am Alpbach vor. Daneben werden noch andere Wasserkraft-Projekte vorangetrieben.
Florian Arnold
So soll das KW Erstfeldertal dereinst aussehen. (Visualisierung: PD)

So soll das KW Erstfeldertal dereinst aussehen. (Visualisierung: PD)

Die Ausgangslage ist ambitiös: Wenn bis Ende Jahr keine Baubewilligung vorliegt, ist es vorbei mit einem Kraftwerk, welches das Wasser des Alpbachs im grossen Stil nutzt. Denn dann verfällt die Zusage des Bundes auf «kostendeckende Einspeisevergütung» (KEV), welche die Lebensversicherung für einen wirtschaftlichen Betrieb eines Wasserkraftwerks darstellt.

Doch die Verantwortlichen des EW Altdorfs nehmen die Herausforderung an. Und die Gemeinde, der Kanton und die Korporation ziehen schliesslich mit. Am 31. Januar fällt der Landrat einen Vorentscheid: Der Alpbach soll in einer kleineren Variante genutzt werden als ursprünglich geplant. Das Wasser soll ab dem Gebiet Schopfen – unterhalb der Trinkwasserquellen – gefasst werden. Gutgeheissen wird auch ein umstrittener Kantonsbeitrag an die Planung in der Höhe von 250’000 Franken.

Am Alpbach-Wasser sind noch andere interessiert

Während die Regierung eine Zusammenarbeit mit dem EWA, den Gemeindewerken Erstfeld und der Korporation Uri unter dem Namen KW Erstfeldertal AG anstrebt, bekundet auch die KW Alpbach AG mit Paul Furrer an der Spitze Interesse an der Nutzung des Wassers – und zwar mit einem Projekt, dass die Initianten zu einem billigeren Preis realisieren wollen.

Doch EWA, Gemeindewerke, Kanton und Korporation unterschreiben Anfang März einen gemeinsamen Projektvertrag. Ende Monat liegt bereits das Konzessionsgesuch vor. An einer Info-Veranstaltung Ende April ist Skepsis einiger Bürger von Erstfeld zu spüren. Sie weisen unter anderem auf die heikle Geologie im Gebiet der geplanten Druckleitung hin. Auch das Projekt der KW Alpbach AG kommt erneut zur Sprache. Doch da die Verantwortlichen kein Konzessionsgesuch einreichen, wird das Projekt schliesslich fallen gelassen.

Erstfelder sagen deutlich Ja

Am 10. Juni stellen sich die Erstfelder mit 563 Ja- und 170 Nein-Stimmen deutlich hinter eine Beteiligung der Gemeindewerke von 38 Prozent an der Kraftwerk Erstfeldertal AG für 4,56 Millionen Franken. Daneben sind EWA (38 Prozent), der Kanton Uri (16 Prozent) und die Korporation Uri (8 Prozent) beteiligt. In der Oktobersession erteilt der Landrat die Konzession, in November wird die entsprechende AG gegründet und die Baubewilligung wird erteilt. Durch die Zustimmung des Bundesrats Mitte Dezember zur vom Kanton eingereichten Schutz- und Nutzungsplanung am Alpbach wird sogar jährlich rund 7 Prozent mehr Energie produziert werden können, als ursprünglich geplant. Das Alpbach-Projekt bleibt nicht das einzige, das in diesem Jahr vorwärtsgetrieben wird.

Im Juni eröffnet EWA das umfassend erneuerte und ausgebaute Kraftwerk Gurtnellen. Im September erfolgt der Spatenstich für das neue KW Schächen.

Im selben Monat erteilt die Korporation Uri die Konzession für das KW Palanggenbach und im Oktober wird die entsprechende KW Palanggenbach AG gegründet. Auch dieses Projekt erhält die Unterstützung der einheimischen Bevölkerung: Die Seedorfer heissen mit grossem Mehr eine Beteiligung für 600’000 Franken (15 Prozent) gut.

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