Volker Hesse will nicht schocken

Hellebarden verbannt er von der Bühne. Stattdessen setzt Regisseur Volker Hesse bei der diesjährigen Inszenierung auf Massenszenen und Körpersprache.

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Der 68-jährige Regisseur Volker Hesse inszeniert die Altdorfer Tellspiele 2012 - wie schon 2008. Zuvor inszenierte er das Einsiedler Welttheater. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Der 68-jährige Regisseur Volker Hesse inszeniert die Altdorfer Tellspiele 2012 - wie schon 2008. Zuvor inszenierte er das Einsiedler Welttheater. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Volker Hesse erzählt den «Tell» mit Assoziationen, die aus verschiedenen politischen Erfahrungen kommen. «Alte Träume aus den eidgenössischen Kämpfen um Freiheit mischen sich mit aktuellen Bildern zum Beispiel der arabischen Strassenkämpfe», sagt der Regisseur der Altdorfer Tellspiele im Interview mit unserer Zeitung.

«Unser Spiel soll an Situationen erinnern, die in unser aller Bewusstsein sind.» Die Ausgangslage werde schmerzhaft erzählt. Aber: «Ich will nicht à tout prix schocken.»

Er mache kein Theater, das in der Darstellung von Brutalität bade. «Sie wird so beschworen, dass man sie sich selber vorstellen kann.» Dazu hat Hesse auch Szenen erfunden, die es bei Schiller nicht gibt.

An der Arbeit mit Laien reizt den deutschen Profi-Regisseur, den Schauspielern die Hemmungen zu nehmen. «Dieser Vorgang hat eine faszinierende Kraft. Den richtig guten Laienaufführungen verleiht das eine Unmittelbarkeit, die sich auf den Zuschauer überträgt.»

zf

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