Volksmusik
Toni Bissig verabschiedet sich nach 53 Jahren von den Tälläbuebä

An der Generalversammlung verabschiedeten die Jodler ihr langjähriges Mitglied. Der Vorstand wurde wiedergewählt.

Robi Kuster
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Wenn man 75 Jahre alt werde und über 50 Jahre in einem Chor gesungen habe, sei es Zeit, in die hintere Reihe zu stehen, meinte Toni Bissig und wies dabei auch auf Beat Feuz hin, der anscheinend den richtigen Zeitpunkt gewählt habe. Toni Bissig kommt seit vielen Jahren von Buochs an die Proben und Auftritte der Tälläbuebä. Er sang anfänglich im 1. Tenor und war Mitjodler, bis er dann in den 2. Tenor wechselte und die zweite Jodelstimme übernahm.

Der Präsident Marco Traxel bedankt sich bei Toni Bissig für seinen 53-jährigen Einsatz bei den Tälläbuebä.

Der Präsident Marco Traxel bedankt sich bei Toni Bissig für seinen 53-jährigen Einsatz bei den Tälläbuebä.

Bild: Robi Kuster (Attinghausen, 21. Januar 2023)

Mit seinem guten Musikgehör war Toni stets unverzichtbar im Chor. Mit einem weinenden Auge wurde er am Samstag von Präsident Marco Traxel verabschiedet. Die eigentliche Ehrung werden die Tälläbuebä dann bei ihrem jährlichen Chlausabend vornehmen. Vorerst sang Toni am Samstagabend noch einmal kräftig mit beim Eröffnungs- und Schlusslied der 85. GV in der Krone Attinghausen.

Höchstnote als Höhepunkt

Wie Präsident Marco Traxel in seinem Jahresbericht sagte, sei das Jahr nach den schwierigen Zeiten von Corona sehr zufriedenstellend verlaufen. Niemand habe den Hut genommen, wie das zum Teil in andern Chören der Fall war. Man sei rund 40 Mal zu Proben und Auftritten zusammengekommen. Das Jodlerfest in Andermatt brachte nicht nur etwas Geld in die Kasse, sondern förderte auch die Kameradschaft, weil ein Zelt in Eigenregie und mit eigenen Leuten und Freunden geführt werden konnte.

Als Höhepunkte konnte man die Höchstnote beim Wettvortrag entgegennehmen und der auf den Herbst verlegte Jodlerabig verlief ebenfalls zur vollen Zufriedenheit der Gäste und Beteiligten. Letztlich war es auch der Erfolg von Chorleiterin Corina Ferrari, welche die Männer auf dieses Niveau brachte und auch noch den Schritt wagte, mit ihnen als Jodlerin mitzutun.

Neue Herausforderungen

Obwohl der Klub an der unteren Grenze aktiver Sänger angelangt ist, verfolgt er weiterhin grosse Ziele. Am Eidgenössischen Jodlerfest vom 16. bis 18. Juni in Zug werden die 16 Jodler und Jodlerin Corina Ferrari mit der Fellmann Komposition «S Jodlä isch im Schwyzär gäh» sich der Jury stellen und am Sonntag wird man wie üblich am Umzug teilnehmen. Den Jodlerabend möchten die Tälläbuebä künftig als «Winterkonzert» gestalten. Es findet am 4. November statt.

Schliesslich rief Ruedi Zgraggen den Vorstand auf, wieder einen privaten Event vorzusehen, um die Kameradschaft zu stärken. Da weder Kasse, Mutationen und Tätigkeitsprogramm viel zu reden gaben, verlief die Versammlung speditiv. Der ganze Vorstand liess sich für weitere zwei Jahre wiederwählen, so Marco Traxel (Präsident), Beni Zurfluh (Vize), Beat Infanger (Aktuar), Mathias Wyrsch (Kasse) und Beat Gisler (Verwalter) und Corina Ferrari (Dirigentin). Sie erhielt einen besonders warmen Dank für ihr Engagement.

Der aus der Musikkommission ausgetretene Toni Bissig konnte noch nicht ersetzt werden. Die GV schloss mit zwei Schlussliedern, dem dringenden Appell, neue Mitglieder zu suchen und dem üblichen Gedankenaustausch.