VOLKSMUSIKFESTIVAL: Zwischen Tradition und Experimenten

Beedälä, Cheibä und Schwitzä – am Volksmusikfestival wirds urchig. Während die einen tausend Trachtentänze im Repertoire haben, spielen andere auf Geigen, Congas oder auf der Kistentrommel.

Markus Zwyssig
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Das Steichorchester Collegium Musicum Uri muss ohne seinen unerwartet verstorbenen Dirigenten das Eröffnungskonzert bestreiten. (Bild: PD)

Das Steichorchester Collegium Musicum Uri muss ohne seinen unerwartet verstorbenen Dirigenten das Eröffnungskonzert bestreiten. (Bild: PD)

Das Eröffnungskonzert des Volksmusikfestivals kann doch stattfinden (Freitag, 16. Mai, 19 Uhr, Arena auf dem Lehnplatz). Für den unerwartet verstorbenen Dirigenten des Collegium Musicum Uri, Renaldo Battaglia, springt Melk Ulrich ein. Er wird das Streichorchester gemeinsam mit der Hanneli-Musig durchs Konzert führen. Das sei eine Herausforderung, wie der Schwyzer Musiker sagt. Und dies aus zwei Gründen: Einerseits gebe es improvisierte Abschnitte. Andererseits würden die Hanneli-Musiker wiederholt das Tempo schlagartig ändern. «Das erfordert vom Orchester höchste Konzentration», so Ulrich.

Die Oberbaselbieter Ländlerkapelle vereint bei ihrem Auftritt am Freitag von 21 bis 22 Uhr in der Arena auf dem Lehnplatz Musik und Tanz. Die Musikanten treten gemeinsam mit Trachtenleuten aus Basel auf.

Bekanntes ganz neu gespielt

Einen anderen Zugang zur Volksmusik bietet am Sonntag von 11.30 bis 12.30 Uhr im «Schlüssel»-Saal die Formation Ohrenweide. Sie arrangiert traditionelle Lieder auf völlig neue Art. Eingesetzt werden Congas oder die Kistentrommel Cajon, aber auch Besen oder Becher.