Isenthal
Schüler erforschen die letzte Bärenjagd

Der Tourismusverein und die Schule Isenthal haben Seelisberger Schulkinder zur Entdeckung des Bärenwegs eingeladen.

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Ruedi Bissig erzählt den faszinierten Schülern die Geschichte der letzten Bärenjagd.

Ruedi Bissig erzählt den faszinierten Schülern die Geschichte der letzten Bärenjagd.

Bild: PD

(pd/nke) Halb so viele Häuser, keine Strassen, Flugzeuge oder Helikopter? Schwer vorstellbar für die Kinder, doch so schilderte ihnen Ruedi Bissig das Isenthal vor 200 Jahren. Dann nämlich, als hier der letzte Bär der Schweiz erlegt wurde.

Spannendes Wissen zum Braunbären und kleine Spiele für die Kinder bietet der Isenthaler Bärenweg, den die Seelisberger Schüler mit ihren Isenthaler «Gspänli» besuchten. Dass der Anlass dank einiger Vorsichtsmassnahmen stattfinden konnte, freute den Isenthaler Schulleiter Andy Huwyler besonders. Auch Ruedi Bissig, Präsident des Isenthaler Tourismusvereins und mitverantwortlich für die Organisation, war glücklich über die Durchführung. Er übernahm denn auch gleich die Rolle des Erzählers von der grossen Bärenjagd, wie sie sich vor zwei Jahrhunderten zugetragen hatte. So lebhaft waren seine Ausführungen, dass den Kindern ein kleines «Hilfe!» entfuhr, als ob sie selber vor einem knurrenden Bären stünden.

Nach der Mittagsverpflegung stand eine «Leitern-Olympiade» auf dem Programm, bei der die beiden Schulen gegeneinander antraten. Je ein Fünfer-Team rannte mit Leitern um die Wette oder versuchte sich im Bälle-Zielwurf auf Leitern-Höhe. Die lautstarke Unterstützung der Kameraden war nicht nur Motivation, denn für die lautere Klasse gab es sogar noch einen Zusatzpunkt zu gewinnen. Mit einem hauchdünnen Vorsprung schnitten die Isenthaler Schüler ab, zu Gewinnern wurden aber alle gekürt. Der aus Holz geschnitzte Bär war bei beiden Schulen eine heiss begehrte Trophäe und gibt eine tolle Erinnerung an diesen Begegnungstag.