VOR ABSTIMMUNG: HarmoS: Josef Arnold sieht viele Vorteile

HarmoS entmündige die Bürger nicht, sagt der Urner Bildungsdirektor Josef Arnold. «Die Kantone haben nach wie vor einen grossen Spielraum.»

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Der Urner Bildungsdirektor Josef Arnold. (Bild Markus Zwyssig/Neue UZ)

Der Urner Bildungsdirektor Josef Arnold. (Bild Markus Zwyssig/Neue UZ)

Der Urner Bildungsdirektor Josef Arnold würde ein Nein am 27. September zum HarmoS-Konkordat und zur Änderung des Schulgesetzes sehr bedauern. «Es gibt einige wichtige Elemente, die wir im Bildungsbereich nicht allein lösen können», ist Arnold überzeugt. So sei der Kanton Uri mit 35'000 Einwohnern beispielsweise zu klein, um selber einen Lehrplan zu entwickeln.

Mit HarmoS treten Kinder nach ihrem 4. Geburtstag obligatorisch in den Zwei-Jahres-Kindergarten ein. «Allerdings haben die Kinder auch unter HarmoS im ersten Kindergartenjahr nur halb so viele Lektionen wie im zweiten Jahr», so Arnold. Zudem würde der Kanton Uri eine unbürokratische Lösung wählen. «Die Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind schicken oder ein Jahr zurückstellen.»

Markus Zwyssig

Das Interview mit Arnold lesen Sie am Samstag in der Neuen Urner Zeitung.