VORANSCHLAG: Trotz Defizit: Altdorf erhöht Steuern nicht

Für 2011 prognostiziert Altdorf tiefrote Zahlen. Hauptgründe dafür sind die Pflegefinanzierung und die geplante Einführung des Zweijahreskindergartens.

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Christine Widmer Baumann erläuterte das Budget 2011. (Bild Markus Zwyssig/Neue UZ)

Christine Widmer Baumann erläuterte das Budget 2011. (Bild Markus Zwyssig/Neue UZ)

Die Zahlen sind alles andere als viel versprechend: Die laufende Rechnung 2011 der Gemeinde Altdorf sieht bei Ausgaben von 35,925 Mio. ein Defizit von 1,633 Mio. Franken vor. Geplant sind im kommenden Jahr Nettoinvestitionen von 1,529 Mio. Franken. Unter dem Strich dürfte 2011 ein Finanzierungsfehlbetrag von 1,588 Mio. Franken resultieren. Die Investitionen müssen vollständig fremdfinanziert werden. Die Nettoschuld erhöht sich von 19,08 auf 20,668 Mio. Franken. Das sind 2348 Franken pro Kopf.

Insbesondere die Pflegefinanzierung (1,8 Mio. Franken) und die geplante Einführung des Zweijahreskindergartens (356'000 Franken) belasten das Budget massiv. Negativ wirken sich aber nicht nur höhere Ausgabenpositionen, sondern auch die budgetierten Ertragsausfälle aus. Sie sind vor allem aufgrund der Änderung des Steuergesetzes per 2011 zu erwarten. «Wir rechnen mit rund 824'000 Franken», hielt Gemeindeverwalterin Christine Widmer Baumann gestern bei der Präsentation des Budgets fest. Diese Mindereinnahmen werden teilweise kompensiert durch die Neuschätzungen der Grundstücke. Die Gemeinde Altdorf budgetiert in dieser Position 450'000 Franken mehr.

Den guten Rechnungen sei Dank
Trotz des Defizits erachtet es der Gemeinderat als «verkraft- und verantwortbar, die Steuern nicht zu erhöhen». Christine Widmer Baumann betonte, dass es die guten Rechnungsergebnisse der letzten Jahre zuliessen, den Steuerfuss für das Jahr 2011 bei 99 Prozent und die Kapitalsteuer bei 0,01 Promille zu belassen.

bar.

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der «Neuen Urner Zeitung» vom 19. Oktober.