WAHLEN: 5 der 7 Urner Regierungsräte gewählt – Roger Nager zieht in Regierung ein

Nach dem ersten Wahlgang sind in Uri erst fünf der sieben Regierungsratssitze besetzt. Problemlos schafften die Wiederwahl die vier Bisherigen. Neu gewählt wurde der wilde FDP-Kandidat Roger Nager. Die SP konnte ihren Sitz nicht auf Anhieb verteidigen.

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Fünf (von sieben) Regierungsräte sind gewählt: Roger Nager, Barbara Bär, Beat Jörg, Heidi Zgraggen und Urban Camenzind. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Fünf (von sieben) Regierungsräte sind gewählt: Roger Nager, Barbara Bär, Beat Jörg, Heidi Zgraggen und Urban Camenzind. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Nach der ersten Runde rangiert an der Spitze Beat Jörg von der CVP. Der Bildungs-und Kulturdirektor erhielt 11'138 Stimmen und übertraf das absolute Mehr von 7630 Stimmen eindeutig. Am zweitmeisten Stimmen (10'424) erzielte Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind (CVP). Ihm folgte Justizdirektorin Heidi Z'graggen von der CVP mit 9847 Stimmen.

Die Wiederwahl schaffte auch Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektorin Barbara Bär von der FDP. Sie erhielt 8497 Stimmen.

Die fünf (von sieben) gewählten Regierungsräte (von links): Roger Nager, Barbara Bär, Beat Jörg, Heidi Zgraggen und Urban Camenzind. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
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Roger Nager freut sich über den Einzug in die Regierung. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Die drei bisherigen und wiedergewählten Urner Regierungsräte Heidi Zgraggen, CVP, Barbara Bär, FDP, und Beat Jörg, CVP (von links). (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Die ersten Landratsresultate werden bekannt. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Der ehemalige CVP-Ständeratskandidat Paul Jans aus Erstfeld nicht wieder in den Urner Landrat gewählt. (Bild: Archiv Neue UZ)
Ständerat Isidor Baumann gratulierte an der Wahlfeier in Gurtnellen dem neuen Landammann Beat Jörg. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Frau Landammann Heidi Z'graggen gratuliert ihrem Nachfolger Beat Jörg zur Wahl. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Landammannfeier in Gurtnellen. Der neue Landammann Beat Jörg (rechts) konnte viele Gratulationen entgegen nehmen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Blumen für den frischgewählten Roger Nager, rechts Regierungsrrätin Heidi Z'graggen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Landammann Beat Jörg nimmt Gratulationen aus der Bevölkerung entgegen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Bild: Urs Hanhart
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Die fünf (von sieben) gewählten Regierungsräte (von links): Roger Nager, Barbara Bär, Beat Jörg, Heidi Zgraggen und Urban Camenzind. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Roger Nager gewählt

Dem von der FDP nicht offiziell nominierten Andermatter Gemeindepräsident Roger Nager glückte eine dicke Überraschung. Er wurde mit 7841 Stimmen als einziger Neuling schon im ersten Wahlgang in die Regierung gewählt. Der zweite Wahlgang für die übrigen zwei Sitze findet am 10. April statt.

Am knappsten verfehlte Urs Janett von der FDP die Wahl in die Regierung. Er kam auf 7094 Stimmen und verpasste das absolute Mehr um 536 Stimmen. Etwas weiter zurück liegt Toni Epp (FDP, 6317 Stimmen).

Nach einem solchen Resultat sei für ihn eigentlich klar, dass er zum zweiten Wahlgang antreten wolle, sagte Urs Janett nach Bekanntgabe der Resultate. Die Strategie der Partei für den zweiten Wahlgang sei aber noch offen. Man wolle erst einmal darüber schlafen. Für die FDP stünden die Chancen gut für einen dritten Exekutivsitz

Die SP schaffte es nicht auf Anhieb, ihren Sitz und den noch einzigen verbleibenden Regierungssitz in der Zentralschweiz zu verteidigen. Ihr Kandidat Dimitri Moretti erhielt 6067 Stimmen. Moretti zeigte sich zufrieden mit dem Resultat und blickt der zweiten Runde zuversichtlich entgegen. Schliesslich habe er bereits zwei Kandidaten hinter sich gelassen, sagte er.

Abschlagen zurück liegen die beiden SVP-Kandidaten Petra Simmen mit 5439 Stimmen und Alois Arnold mit 3910 Stimmen. Auch die SVP weiss laut Arnold noch nicht, mit welcher Strategie sie den zweiten Wahlgang angehen will. Sie wird diese in den kommenden Tagen festlegen.

Die SVP hatte sich ursprünglich zum Ziel gesetzt, einen zweiten Sitz in der Regierung zu ergattern. Dies, nachdem Sicherheitsdirektor Beat Arnold im vergangenen Herbst in den Nationalrat gewählt worden war.

Die Endresultate:


rem/sda