WAHLEN: Annalise Russi will nach Bern

Die 59-jährige Annalise Russi aus Altdorf kandidiert für einen Sitz im Nationalrat. Annalise Russi ist bekannt aus ihrer Zeit als Landratspräsidentin.

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Annalise Russi kandidiert für den Nationalrat. (Bild: Archiv Neue UZ)

Annalise Russi kandidiert für den Nationalrat. (Bild: Archiv Neue UZ)

Regierungsrat Beat Arnold (SVP, Schattdorf) und Landrätin Frieda Steffen (CVP, Andermatt) erhalten Konkurrenz: Auch die 59-jährige ehemalige Landratspräsidentin Annalise Russi (Grüne, Altdorf, Bild) steigt ins Rennen um den einzigen Urner Sitz im Nationalrat. SP-Mediensprecher Sebastian Züst wollte dies gestern auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Er verwies auf die gleichentags erschienene Einladung zu einer Pressekonferenz des SP/Grüne-Wahlbündnisses des Kantons Uri zu den National- und Ständeratswahlen 2015. Diese findet am kommenden Donnerstag in Altdorf statt.

Vorstellungen nicht erfüllt

Über die Nachfolge von Nationalrätin Gabi Huber (FDP, Altdorf) entscheidet das Urner Volk am 18. Oktober. SP und Grüne Uri haben zwar im Frühling 2015 offiziell mitgeteilt, dass sie keine eigenen Kandidaten für die Ständerats- und Nationalratswahlen vom 18. Oktober stellen und eine Nationalratskandidatur aus den Reihen der CVP unterstützen würden – allerdings unter der Voraussetzung, dass diese dem Anforderungsprofil des rot-grünen Uri einigermassen entspreche. Mit der Nomination von Frieda Steffen hat die CVP Uri die Vorstellungen von SP und Grünen aber offensichtlich nicht erfüllt. «Zu bürgerlich», liess das rot-grüne Uri verlauten (siehe Neue UZ vom 10. Juli). Zudem müssten die Urner eine Person wählen können, die sich in umwelt- und verkehrspolitischen Fragen anders positioniere als die übrigen Kandidaten für einen Sitz im Stände- und Nationalrat. Dazu gehöre unter anderem auch ein klares Nein zu einer Sanierungsvariante mit einer zweiten Röhre am Gotthard.

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