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WAHLEN: Urner Landammann: Niemand erreicht absolutes Mehr

Bei der Wahl um den Urner Landammann müssen die Stimmberechtigten ein zweites Mal an die Urne. Das beste Resultat erreichte Roger Nager (FDP, Andermatt). Dies, obwohl eigentlich Barbara Bär (FDP, Altdorf) an der Reihe gewesen wäre. Als Landesstatthalter gewählt wurde Urban Camenzind (CVP, Bürglen).
Der amtierende Landammann Beat Jörg (links) gratuliert Urban Camenzind zur Wahl zum Landesstatthalter. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 4. März 2018))

Der amtierende Landammann Beat Jörg (links) gratuliert Urban Camenzind zur Wahl zum Landesstatthalter. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 4. März 2018))

Bei der Wahl des Urner Landammanns hat niemand das absolute Mehr erreicht. Am meisten Stimmen erhielt Roger Nager (FDP, Andermatt) mit 3746 Stimmen. Barbara Bär (FDP, Altdorf) erzielte 3728 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 4001 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 37,7 Prozent.

Dem Anciennitätsprinzip zu Folge wäre Gesundheitsdirektorin Barbara Bär (FDP, Altdorf) an der Reihe gewesen. Aus der Wahl, die für gewöhnlich als pro-forma-Geschäft gilt, lancierte die SVP Uri, die nicht in der Regierung Einsitz hat, einen Wahlkampf. In einer Medienmitteilung hatte der Vorstand der Kantonalpartei bekannt gegeben, dass den Mitgliedern der SVP Roger Nager (FDP, Andermatt) statt Barbara Bär (FDP, Altdorf) vorgeschlagen werde.

«Als Landammann steht man der Regierung vor und muss bei Krisen die Führung übernehmen und professionell kommunizieren. Beide Qualitäten bringt Barbara Bär nicht mit», liess die Parteispitze verlauten. Vorgeworfen wurde Bär in erster Linie, dass sie zu wenig auf die Anliegen der Gemeinden eingehe. Als Beispiele wurden die Einführung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und der Eklat rund um die geplante Asylunterkunft in Seelisberg im Sommer 2016 ins Feld geführt.

Die SVP-Mitglieder folgten dem Vorschlag des Vorstands ohne Gegenstimme. Entsprechende Wahlcouverts mit Roger Nager als Landammann und Urban Camenzind als Landesstatthalter wurden in die Urner Haushaltungen verschickt. CVP und SP stellen sich zwar hinter die FDP-Frau. An den entsprechenden Parteiversammlungen waren jedoch auch kritische Voten gegenüber Bär zu hören.

Neben der Landammann-Wahl stand auch die Wahl zum Landesstatthalter an. Hier erzielte Urban Camenzind (CVP, Bürglen) 5989 Stimmen. Damit erreichte er das absolute Mehr von 3486 Stimmen deutlich. Die Stimmbeteiligung betrug 34,9 Prozent.

zf

Regierungsrätin Barbara Bär nimmt Gratulationen von Landammann Beat Jörg entgegen. (Bild:Urs Hanhart (Altdorf, 4. März 2018))

Regierungsrätin Barbara Bär nimmt Gratulationen von Landammann Beat Jörg entgegen. (Bild:Urs Hanhart (Altdorf, 4. März 2018))

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