WAHLEN: Urner SVP «enttarnt» Stadler als Links-CVPler

Der scheidende Regierungsrat Markus Stadler kandidiert für den Ersatz des Ständerats Hansruedi Stadler. Das stösst der SVP in mehrfacher Hinsicht sauer auf.

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Gusti Planzer, Präsident der SVP Uri. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Gusti Planzer, Präsident der SVP Uri. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Der Umstand, dass Ständerat Stadler im Alter von 56 Jahren aus seinem Amt entlassen wurde und jetzt Regierungsrat Stadler im Alter von 61 Jahren als dessen möglicher Nachfolger antritt, «löst bei der SVP URI doch einige Verwunderung aus», wie die Partei in einem Commuiqué mitteilt. Für Regierungsrat Stadler sei das vorgerückte Alter zwar ein Grund, um sich aus dem Regierungsrat zurückzuziehen, hingegen sei es für ihn kein Grund, um auf die Ständeratskandidatur zu verzichten. «Für die SVP Uri ist das ein Widerspruch.» Problematisch sei das vorgerückte Alter vor allem, da «bekanntermassen» ein Nationalrats- und/oder ein Ständeratsmandat eine länger dauernde Einarbeitungszeit («dies können gut und gerne zwei Legislaturperioden sein») in Anspruch nehme.

Problem bei Pensionskasse geortet
Die SVP glaubt zudem noch weitere Unstimmigkeiten festzumachen: Regierungsrat Stadler erwähne in seinem Entlassungsschreiben, dass per 31. Juli verschiedene politische Geschäfte abgeschlossen respektive sich zur Entscheidungsreife bringen lassen. «Dies mag wohl stimmen. Ausser Acht lässt diese Sicht aber, dass bspw. bei der Pensionskasse des Kantons Uri nach wie vor grosser Handlungsbedarf besteht.» Der «Kapitän» habe das «(Finanz-)Schiff eiligst vor dem grossen Regen verlassen», moniert die Partei.

Weitere CVP-Kandidatur illegitim
«Obwohl die CVP allem Anschein nach eine offizielle Kandidatur aus ihren Reihen bringen wird, so ist Markus Stadler dem Anspruch der CVP anzurechnen», ist sich diese zudem sicher. Dies deshalb, weil Markus Stadler einerseits bereits jetzt bekannt gegeben habe, dass er bei einer allfälligen Wahl in den Ständerat der CVP-Fraktion beitreten würde. Und: «Andererseits ist es auch kein Geheimnis, dass Stadler gleich wie der linke Flügel der CVP tickt.»

Die SVP Uri sei weiterhin bestrebt «nach Möglichkeit» bei der Ständeratswahl am 7. März sowie bei der Regierungsratswahl am 25. April geltend zu machen und demnach mit einer eigenen Kandidatur anzutreten, wie es weiter heisst.

scd